Rätselhafter Türsteher-Tod auf Usedom: Warum musste Dag S. sterben?

Ahlbeck/Swinemünde - Die Ermittlungen im Fall des toten Türstehers Dag S. dauern an. Noch ist unklar, wie der 60-Jährige zu Tode kam. Auflösung könnte das Ergebnis des toxikologischen Gutachtens liefern.

Die Polizei versucht derzeit den Tod eines 60-jährigen Mannes aufzuklären. (Symbolbild)
Die Polizei versucht derzeit den Tod eines 60-jährigen Mannes aufzuklären. (Symbolbild)

Wie der Stralsunder Oberstaatsanwalt Sascha Ott gegenüber der "Ostsee-Zeitung" sagte, dauern die Ermittlungen im Fall des Getöteten an.

Demnach "verfüge die deutsche Seite noch über keine Ergebnisse der gerichtsmedizinischen Untersuchung", berichtet die Zeitung weiter. Zudem ist noch das Ergebnis der toxikologischen Untersuchung offen.

Letzteres wird mit besonderer Spannung erwartet. Bereits Mitte Mai wurde gemutmaßt, dass Dag S. vor seinem Tod eine bislang unbekannte Flüssigkeit oder Substanz verabreicht worden sei. Allerdings geht die Polizei nicht von Mord aus. Vielmehr ist von fahrlässiger Tötung oder Körperverletzung mit Todesfolge auszugehen.

Möglicherweise könnte es sich dabei um ein Stimulanzmittel gehandelt haben, das zum Tod geführt hat. Ermittelt wird gegen eine 51-jährige Frau aus dem Umfeld des Toten, die sich selbst bei der Polizei gemeldet hat.

Diese soll den DDR-Kraftsportler bei einem Sextreffen im Wald aus Versehen getötet haben (TAG24 berichtete). Was sich genau abgespielt hat, war zunächst nicht bekannt. Die Aussagen der Frau aus dem kleinen Usedomer Dorf Neu Sallenthin waren bei der Vernehmung widersprüchlich. Auch ist die Todesursache noch völlig unklar. Ein natürlicher Tod beziehungsweise eine unbekannte Erkrankung ist ebenfalls nicht auszuschließen. Zuletzt hieß es, dass die Obduktionsergebnisse in der letzten Maiwoche zu erwarten sind.

Der bekannte Türsteher wurde am 7. Mai in der Nähe von Swinemünde (Świnoujście) im polnischen Teil der Insel Usedom tot aufgefunden (TAG24 berichtete).

Die Leiche wurde in einem Waldstück auf Usedom entdeckt. (Symbolbild)
Die Leiche wurde in einem Waldstück auf Usedom entdeckt. (Symbolbild)

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