Fake: Dagi Bee kauft Schwangerschafts-Test und entlarvt sich selbst

Köln / Düsseldorf - Merkwürdiger Test von Youtube-Star Dagi Bee: Sie inszenierte den Kauf eines Schwangerschaftstests, schickte die Bilder selbst an die Medien und hoffte auf Artikel.

Dagi Bee gehört zu den erfolgreichsten YouTube-Stars in Deutschland.
Dagi Bee gehört zu den erfolgreichsten YouTube-Stars in Deutschland.  © DPA

Nur ein Portal griff die erfundene Geschichte auf. Was Dagi Bee als großen Prank ankündigt, scheitert an recherchierenden Journalisten - bis auf eine Ausnahme.

"Wir tun so, als ob uns jemand dabei erwischt hätte - ich hab gerade diesen Schwangerschaftstest gekauft", zeigt die Youtuberin den Test in die Kamera.

Der Plan: Ihr Lebensgefährte Eugen Kazakov und sie faken gestellte Paparazzi-Fotos, die sie vor einer Kölner Apotheke mit dem Schwangerschaftstest zeigen. Danach verschicken sie anonym die Fotos an verschiedene Medien. So wollen sie unkritische Medien entlarven.

Gemeinsam hoffen sie auf ein paar Artikel, die die gefälschten Fotos ungeprüft aufgreifen und die mögliche Schwangerschaft thematisieren könnten.

Eugen Kazakov sagt zu dem Täuschungsversuch: "Und wenn nicht, dann ist die Presse korrekt."

Die Aktion geht nahezu komplett nach hinten los. Diverse Medien fragen laut Dagi Bee bei ihrem Management an, fragen nach einem Statement.

Ein falscher Schluss von Dagi Bee: "Es haben schon zwei Presseportale geantwortet und die fallen echt drauf rein". Letztlich fragen sie offiziell nach, ob die Fotos echt sind, fallen also nicht auf den Fake von Dagi Bee rein.

Bilanz der Aktion: "Viele Presseportale haben bestanden und waren sehr zuvorkommend, haben es respektiert, oder veröffentlichen es nicht oder haben nachgefragt", so Dagi Bee.

Nur ein Portal habe die von Dagi Bee und ihrem Freund selbst gefälschten Fotos ohne zweites Einverständnis genutzt.

Ihr Tipp an ihre Zuschauer bei YouTube: "Es wird niemals aufhören, wenn ihr niemals aufhört auf solche Clickbait-Videos zu klicken, wo eh nur Scheiße gelabert wird." Immerhin: Es gebe auch viele Seiten mit coolen Beiträgen. Übrigens: Auch das Portal, das die Fotos zunächst ungeprüft nutzte, korrigierte sich in einem zweiten Beitrag.


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