Baby kommt nach Gebärmutter-Transplantation zur Welt: Das planen Tübinger Ärzte

Dieses Baby kam in den USA als erstes Kind zur Welt, das nach einer Gebärmutter-Transplantation entbunden wurde. Weltweit ist es das Neunte.
Dieses Baby kam in den USA als erstes Kind zur Welt, das nach einer Gebärmutter-Transplantation entbunden wurde. Weltweit ist es das Neunte.  © DPA

Dallas/Tübingen - Nach der ersten Geburt in den USA nach einer Gebärmutter-Transplantation wird bekannt: Auch in Tübingen ist Ähnliches geplant.

Der im US-Staat Texas geborene Junge ist das weltweit neunte nach einem solchen Eingriff zur Welt gekommene Kind. In Deutschland kam noch kein solches Baby zu Welt. Tübinger Ärzte stehen aber kurz davor, einer Patientin mit transplantierter Gebärmutter eine befruchtete Eizelle einzusetzen.

In Deutschland bekamen bereits Patientinnen die Gebärmutter einer Spenderin - etwa ihrer Mutter - eingepflanzt. Schätzungen zufolge könnte hierzulande auf diese Weise bis zu 15.000 Frauen geholfen werden, die keine eigenen Kinder bekommen können, weil sie ohne Gebärmutter geboren wurden oder das Organ durch Operationen verloren haben. Als am erfolgversprechendsten gilt die Transplantation von Organen lebender Verwandter - etwa die Gebärmutter der Mutter oder Schwester.

An der Universititätsklinik in Tübingen transplantierten Ärzte im Oktober 2016 zum ersten Mal in Deutschland eine Gebärmutter. Eine zweite Gebärmutter transplantierten die Tübinger Ärzte im Juni dieses Jahres.

In den kommenden Wochen wird der 24-jährigen Patientin ihre eigene befruchtete Eizelle eingesetzt, die ihr vor der Transplantation entnommen wurde. "Zwei Wochen später kann man einen Schwangerschaftstest machen", sagte die Tübinger Gynäkologin Sara Brucker der Deutschen Presse-Agentur.

Wie bei normalen Schwangerschaften seien die ersten drei Monate aber kritisch. Zuvor hatte der SWR darüber berichtet.

Titelfoto: DPA


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