Depardieu und Schönheit Ugarte im witzigen Kinofilm "Verliebt in meine Frau"

Berlin - Unglaublich lustig! Die neue französische Komödie "Verliebt in meine Frau" startet am 11. Oktober in den deutschen Kinos, punktet mit intelligenter Situationskomik und ist deutlich lustiger, als vor kurzem noch Ein Dorf zieht blank.

Daniel (r., Daniel Auteuil) fühlt sich stark von Emma (Adriana Ugarte) angezogen.
Daniel (r., Daniel Auteuil) fühlt sich stark von Emma (Adriana Ugarte) angezogen.  © PR/Weltkino Filmverleih/Christine Tamalet

Diese wird durch die stark aufgelegten Schauspieler, die mit vollem Körpereinsatz bei der Sache sind, exzellent herübertransportiert.

Zu Beginn des Filmes treffen sich die alten Freunde Daniel (Daniel Auteuil) und Patrick (Gerard Depardieu) zufällig auf der Straße wieder.

Patrick ist hartnäckig und schwatzt Daniel ein Treffen ab, zu dem er seine neue Freundin mitbringen will.

Daniel versucht verzweifelt nach Worten suchend, das seiner Frau Isabelle (Sandrine Kiberlain) beizubringen, was überhaupt nicht klappen will, da sie Patrick verachtet, seit er ihre beste Freundin verlassen hat.

Irgendwann erklärt sich Isabelle dann aber doch zu einem Abendessen bei sich zu Hause bereit.

Als Patrick zu diesem erscheint, ist er vorerst alleine. Als die gerade mal 30 Jahre junge Emma (Adriana Ugarte) kurze Zeit später den Raum betritt, ist Daniel hin und weg und malt sich in sehr detailreichen Fantasien aus, wie er mit der Schönheit durchbrennt. Wird die Fantasie zur Realität?

Isabelle (l., Sandrine Kiberlain) ist von dem Abendessen mit Patrick (Gerard Depardieu) und dessen schöner neuer Freundin Emma (Adriana Ugarte) alles andere als begeistert. Daniel (r., Daniel Auteuil) ist dagegen hin und weg.
Isabelle (l., Sandrine Kiberlain) ist von dem Abendessen mit Patrick (Gerard Depardieu) und dessen schöner neuer Freundin Emma (Adriana Ugarte) alles andere als begeistert. Daniel (r., Daniel Auteuil) ist dagegen hin und weg.  © PR/Weltkino Filmverleih/Christine Tamalet

Gerade diese Szenen sind urkomisch und sorgen für viele Lacher, weil die Situationskomik aufgrund des smarten Schnitts, der ausgeklügelten Dialoge und durch die Verschiedenartigkeit der Figuren so witzig ist, dass sehr geistreiche und unterhaltsame Momente entstehen.

Alleine die Sequenz, in der Daniel versucht, seiner Frau zu erklären, dass er einem Dinner mit Patrick und dessen Freundin zugestimmt hat, ist genial und eine der stärksten Szenen einer insgesamt erstklassigen Komödie.

Für jeden ist sofort klar, warum es Daniel so schwer fällt, die richtigen Worte zu finden. Denn er weiß: Seiner Frau wird das nicht gefallen. Überhaupt nicht.

Auch das Abendessen selbst, bei dem Daniel von Emma fantasiert, ist amüsant, schlau inszeniert und sorgt deshalb für viel Kurzweil.

Im späteren Verlauf nehmen die Fantasie-Szenen an einigen Stellen allerdings Überhand, weil die Zuschauer mitunter nicht wissen, ob sie sich in Daniels Hirngespinsten befinden oder in der Film-Realität.

Zwei Freunde, die sich seit Jahrzehnten kennen: Daniel (l., Daniel Auteuil) und Patrick (r., Gerard Depardieu)
Zwei Freunde, die sich seit Jahrzehnten kennen: Daniel (l., Daniel Auteuil) und Patrick (r., Gerard Depardieu)  © PR/Weltkino Filmverleih/Christine Tamalet

Das ist mitunter etwas verwirrend, da es ein paar Minuten dauert, bis das aufgelöst wird.

Dennoch bleibt festzuhalten, dass Auteuil (36 tödliche Rivalen, Bevor der Winter kommt, Die Frau auf der Brücke), der nicht nur die Hauptrolle spielt, sondern auch zum vierten Mal in seiner langjährigen Karriere Regie führte, hier richtig gute Arbeit abgeliefert hat.

Das gilt sowohl für seine eigene, inspirierte Performance, als auch für seine Regie-Führung.

Mit Ugarte (Durchbruch mit "Julieta" von Pedro Almodovar) hat er genau die richtige Schauspielerin für die Rolle und seine ganz eigene Vorstellung einer Femme Fatale gefunden.

Die 33-jährige Spanierin setzt die Vorgaben exzellent um und spielt sich mit Auteuil und dem präsenten und gut aufspielenden Altmeister Depardieu (Asterix und Obelix, Babylon A.D., Cyrano von Bergerac) die Dialoge gekonnt zu.

Auch Kiberlain (Cyrano von Bergerac, Nur für Personal!, Der kleine Nick) fügt sich nahtlos in dieses gut harmonierende Quartett ein.

Auch die Kostüme (Ugartes rotes Kleid!), die ruhige, nah am Geschehen orientierte Kameraführung, die fröhliche Musikuntermalung und die schön ausgestatteten Locations tragen ihren Teil zur gelungenen Feelgood-Atmosphäre bei. Eine sehenswerte Komödie.

Nicht nur für Daniel (l., Daniel Auteuil) ist Emma (Adriana Ugarte) der Hingucker.
Nicht nur für Daniel (l., Daniel Auteuil) ist Emma (Adriana Ugarte) der Hingucker.  © PR/Weltkino Filmverleih/Christine Tamalet
Lebemann Patrick (l., Gerard Depardieu) hat mit Emma (Adriana Ugarte) seine neue Liebe fürs Leben gefunden.
Lebemann Patrick (l., Gerard Depardieu) hat mit Emma (Adriana Ugarte) seine neue Liebe fürs Leben gefunden.  © PR/Weltkino Filmverleih/Christine Tamalet

Titelfoto: PR/Weltkino Filmverleih/Christine Tamalet

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