"Blutspuren an Kabinentür": Verletzte sich Daniel Küblböck vor Sturz selbst?

Berlin - Sein Verschwinden gibt noch immer zahlreiche Rätsel auf: Nach und nach kommen immer mehr Details zu Daniel Küblböck in der Zeit vor seinem Sturz in den Atlantik ans Licht.

Das Verschwinden von Daniel Küblböck (33) gibt noch immer zahlreiche Rätsel auf.
Das Verschwinden von Daniel Küblböck (33) gibt noch immer zahlreiche Rätsel auf.  © DPA

So berichteten bereits mehrere Passagiere der AIDAluna von seinem auffälligen Verhalten während der Kreuzfahrt von Hamburg nach New York.

So sei der 33-Jährige ausnahmslos in Frauenkleidern herumgelaufen, habe von seiner offenbar bevorstehenden Geschlechtsumwandlung berichtet und unter enormen Stimmungsschwankungen gelitten.

Fünf Tage vor seinem mutmaßlichen Sprung in die Fluten soll der Sänger in seiner Kabine randaliert und gegen die Verbindungstür zum Nachbarzimmer getreten haben. Ein Video zeigt die wackelnde Tür, außerdem sind schrille Schreie zu hören (TAG24 berichtete).

Daraufhin sei Küblböck von der Crew in die Notfall-Kabine Nummer 5235 auf Deck 5 verlegt worden. Der Mutter seines Kabinennachbarn Sebastian Kühner (45), Evelyn (73), hinterließ er eine mysteriöse Notiz mit der Aufschrift "Ich liebe dich trotzdem. Meine (möglicher Schreibfehler: Deine, Anm. d. Red.) Tochter".

Am 9. September stürzte er von der AIDAluna.
Am 9. September stürzte er von der AIDAluna.

Was genau den angehenden Schauspieler dann am 9. September zu seinem mutmaßlichen Suizid bewegte, ist noch unklar. Ein Video, welches den kanadischen Behörden vorliegt, soll jedoch zeigen, wie der DSDS-Star über die Reling klettert und sich ins Meer stürzt.

Ungewiss ist zudem, ob sich Küblböck möglicherweise schon zuvor verletzte. Die Passagierin Chantal Ludovicy behauptet jedenfalls gegenüber Bild: "An seiner Kabinentür waren Blutspuren."

Bleibt abzuwarten, ob das große Rätsel um Daniel Küblböcks tragisches Verschwinden je vollständig geklärt werden kann.

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Normalerweise zieht es TAG24 vor, nicht über mögliche versuchte Suizide zu berichten. Da sich der Vorfall aber komplett im öffentlichen Raum abgespielt hat und der Fall besondere mediale Aufmerksamkeit auf sich zieht, hat sich die Redaktion entschieden, es zu thematisieren.

Solltet Ihr selbst von Selbsttötungsgedanken betroffen sein, bei der Telefonseelsorge findet Ihr rund um die Uhr Ansprechpartner, natürlich auch anonym. Telefonseelsorge, bundeseinheitliche Nummer: 08001110111 oder 08001110222 oder 08001110116123.

Titelfoto: DPA