Daniel Küblböcks Vater erhebt Vorwürfe: Hätte Verschwinden verhindert werden können?

Berlin/Köln - Hätte das Schicksal von Daniel Küblböck (33) verhindert werden können? Das zumindest behauptet jetzt Vater Günther. Er sprach am Sonntagabend mit Günther Jauch beim RTL-Jahresrückblick "2018! Menschen, Bilder, Emotionen".

Daniel Küblböck ist seit dem 9. September verschwunden.
Daniel Küblböck ist seit dem 9. September verschwunden.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Günther Küblböck erzählte nun erstmals öffentlich, wie es Daniel vor seinem Verschwinden von der "AIDAluna" ging. So soll der 33-Jährige psychisch krank gewesen sein und wirres Zeug geredet haben.

"Man fühlt sich nicht nur machtlos. Man ist machtlos. Ich habe mit allen Behörden geredet. Polizei, Ordnungsamt, Betreuungsgericht", so sein Vater. Denn als er erfuhr, dass Daniel eine Kreuzfahrtreise unternehmen möchte, habe er direkt ein mulmiges Gefühl gehabt.

Deswegen habe er auch versucht, die Reise seines Sohnes zu verhindern. Zudem habe er mit dem Schiffspersonal gesprochen. "Ich habe mit zwei Ärztinnen und dem Kapitän vorher telefoniert, alles geschildert." Seine Bitte: Daniel zu beobachten und auf ihn aufzupassen.

Doch genau das soll nicht passiert sein. Auch eine Audio-Datei, die Günther Küblböck offenbar während einer Psychose seines Sohnes aufgenommen haben soll und ans Personal schickte, hatte keinen Einfluss auf den Reiseverlauf.

Günther Küblböck macht schwere Vorwürfe

Vater Günther und Daniel beim Oktoberfest im Jahr 2004.
Vater Günther und Daniel beim Oktoberfest im Jahr 2004.  © Imago

Der Vater des einstigen "Deutschland sucht den Superstar"-Teilnehmers will nun die Politik wachrütteln. Denn als Angehöriger eines psychisch Kranken habe man kaum Chancen, etwas zu bewirken, so Günther Küblböck.

Behörden würden nur aktiv werden, "wenn die betroffene Person selbst kooperativ" sei. Doch das war bei dem Sänger, der kurz vor dem Abschluss seiner Schauspielausbildung stand, offenbar nicht der Fall.

"Die wenigsten psychisch Erkrankten werden ihre Situation überhaupt einschätzen können." Küblböck senior spricht sogar von "staatlich unterlassener Hilfeleistung."

In einem Punkt ist er sich sicher: Dass sein Sohn den Sprung ins offene Meer nicht geplant habe. Er glaubt, dass das unter einer Psychose passiert sei.

Die weiblichen Hormone, die er zu sich nahm, seien unter anderem mit Schuld an seinen Angstzuständen gewesen, erzählt Günther Küblböck.

Solltet Ihr selbst von Selbsttötungsgedanken betroffen sein, bei der Telefonseelsorge findet Ihr rund um die Uhr Ansprechpartner, natürlich auch anonym. Telefonseelsorge, bundeseinheitliche Nummer: 08001110111 oder 08001110222 oder 08001110116123.

Günther Küblböck zu Gast bei Günther Jauch.
Günther Küblböck zu Gast bei Günther Jauch.  © MG RTL D / Frank Hempel

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