Futtermangel in Sachsen: Verhungern jetzt die Tiere?

Dresden - Sachsens Landwirte dürfen ab Mitte Juli auch Gras von Flächen ernten, die eigentlich nicht dafür bestimmt sind.

Auch in anderen Teilen Deutschlands, wie Rheinland-Pfalz, kommt es durch die langanhaltende Trockenheit zu Problemen.
Auch in anderen Teilen Deutschlands, wie Rheinland-Pfalz, kommt es durch die langanhaltende Trockenheit zu Problemen.  © Thomas Frey/dpa

Wegen der anhaltenden Trockenheit fehle Futter für die Tiere, wie ein Sprecher des Landwirtschaftsministeriums am Dienstag in Dresden sagte.

In solchen Sondersituationen erlaubt die EU, dass sogenannte ökologische Vorrangflächen abgeerntet werden. Dabei handelt es sich um Flächen - häufig Hecken oder Streifen neben Gewässern - die Betriebe aus Umweltgründen nicht bewirtschaften.

Auch im Vorjahr durften die Bauern diese Flächen nutzen, um Gras abzuernten und es als Heu an die Tiere zu verfüttern oder um etwa Schafe darauf weiden zu lassen.

Die erneute Ausnahme soll ab 16. Juli gelten, die Bauern müssen davor einen Antrag stellen. Über das genaue Prozedere will das Landwirtschaftsministerium noch informieren.

Auch schon 2018 kam es zu Problemen in Sachsen. Nutztiere hatten kaum noch Futter. (Archivbild)
Auch schon 2018 kam es zu Problemen in Sachsen. Nutztiere hatten kaum noch Futter. (Archivbild)  © Jan Woitas/ZB/dpa

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