Danneberg: Darum jubelt er mit dem Daumen im Mund

Rechts der Grund dafür: Papa Danneberg mit Ehefrau Karen und Töchterchen Lotta im Kinderwagen.
Rechts der Grund dafür: Papa Danneberg mit Ehefrau Karen und Töchterchen Lotta im Kinderwagen.

Von Olaf Morgenstern

Chemnitz - Knapp eine Stunde schmorte Mittelfeld-Stratege Tim Danneberg (29) am Freitagabend in Würzburg auf der Bank. Dann schickte ihn Trainer Karsten Heine (60) aufs Feld. Kurz vor Spielende traf Danneberg zum umjubelten 1:1-Ausgleich. MORGENPOST fragte beim CFC-Joker nach.


MOPO: Haben Sie Ihr erstes Saisontor noch im Kopf?

Danneberg: „So ganz genau nicht. Ich glaube, es war ein abgewehrter Ball. Ich habe einfach versucht, komplett durchzustarten und auf Alexander Nandzik herausgespielt. Plötzlich lag der Ball wieder vor meinen Füßen.“

MOPO: Wie groß ist die Erleichterung, dass es endlich geklappt hat?

Danneberg: „Dieses Tor hat mir richtig gut getan. Die letzten Wochen waren nicht einfach, nachdem ich einige Chancen vergeben hatte. Aber ich habe den Kopf nicht hängen lassen, habe weiter hart gearbeitet und daran geglaubt, dass das Ding irgendwann im Netz zappelt.“

Rechts der Grund dafür: Papa Danneberg mit Ehefrau Karen und Töchterchen Lotta im Kinderwagen.
Rechts der Grund dafür: Papa Danneberg mit Ehefrau Karen und Töchterchen Lotta im Kinderwagen.

MOPO: Sie standen zum zweiten Mal in Folge nicht in der Startelf. Wie groß war Ihre Enttäuschung darüber?

Danneberg: „Ich hatte ein Gespräch mit dem Trainer, er hat mir seine Gründe erläutert. Für mich steht absolut die Mannschaft im Fokus. Der Trainer und die Mannschaft geben Sachen vor. Dem muss ich mich unterordnen. Klar, ich habe den Anspruch, jedes Spiel zu machen. Aber wenn der Trainer anders entscheidet, habe ich das zu akzeptieren. Ich denke, mit dem Tor habe ich in Würzburg die richtige Antwort auf dem Platz gegeben.“

MOPO: Sie haben sich das Geschehen bis zur 58. Minute von draußen angeschaut. Verraten Sie uns Ihre Eindrücke?

Danneberg: „Es sah lange Zeit nicht nach einem Punkt für uns aus, umso schöner ist es, dass wir diesen mitgenommen haben. Es sah von draußen etwas verkrampft aus. Wir haben uns kaum Tormöglichkeiten herausgespielt. In der Defensive ist es so, dass wir immer noch zu viel zulassen. Aber im Fußball spielt sich vieles im Kopf ab. Uns muss es einfach mal wieder gelingen, in Führung zu gehen. Das setzt in den Köpfen sicher einiges frei.“

MOPO: Abschließend ein Wort zu Ihrem Jubel mit dem Daumen im Mund …

Danneberg: „Unser Manager scherzte unter der Woche, ich würde etwas müde aussehen, ob das an meiner Tochter liegt. Lotta hält mich seit vier Monaten auf Trab, ich bin immer gut drauf. Es macht richtig Spaß mit ihr. Die Kleine macht mich jeden Tag glücklich, deshalb dieser kleine Gruß an sie.“

Fotos: Enrico Lucke, picture point/Sven Sonntag


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0