Darmstadt 98 kann einfach nicht mehr gewinnen! Nur Remis gegen den KSC

Darmstadt - Vor rund 15.000 im Stadion am Böllenfalltor blieb der SV Darmstadt 98 auch im siebten Ligaspiel in Folge ohne Sieg. Die ereignisarme Partie gegen den Karlsruher SC endete 1:1.

Dario Dumic freut sich über seinen Treffer zum 1:0 für die Lilien.
Dario Dumic freut sich über seinen Treffer zum 1:0 für die Lilien.

Gegenüber dem 2:2 beim VfL Bochum nahm Lilien-Coach Dimitrios Grammozis zwei Veränderungen vor. Für Tim Skarke und Fabian Schnellhardt rückten Marcel Heller und Yannick Stark in die Startelf.

Bei Schmuddel-Wetter merkte man den Lilien die sechs sieglosen Spiele in Folge zunächst nicht an. Gegen gewohnt tief stehende Karlsruher begann Darmstadt selbstbewusst und mit viel Ballbesitz.

Das zahlte sich bereits in der siebten Minute aus. Eine abgeblockte Paik-Ecke von rechts fiel Yannick Starck vor die Füße. Der versuchte Torschuss ging nicht auf die Bude, sondern zum freistehenden Dario Dumic, der aus kurzer Entfernung KSC-Keeper Benjamin Uphoff keine Chance ließ und seinen zweiten Saison-Treffer erzielen konnte.

Doch die Freude währte nicht lange. Nächste Ecke, nächstes Tor. Dieses Mal aber für den KSC, weil die Darmstädter Innenverteidigung gepennt hatte, Philipp Hofmann frei zum Kopfball und Florian Stritzel nur halbherzig aus seinem Tor gelaufen kam (9.).

Nach dem furiosen Auftakt verflachte die Partie zusehends. Der KSC stand in der Defensive stabil und die Lilien nutzten ihren Ballbesitz eher zum Querpass als dazu, auch mal steil oder effektiver über die Außen zu spielen.

Glück für die Lilien, dass Hofmann bei einem sauber vorgetragenen Konter der Karlsruher zwar am heraus geeilten Stritzel, aber eben auch knapp am Tor vorbeischoss (42.). So ging es mit einem Unentschieden in die Halbzeit.

Einfallsloser SV Darmstadt 98 kann Überlegenheit nicht nutzen

Viel Krampf und Kampf: Der Darmstädter Patrick Herrmann (l) im Zweikampf mit Marc Lorenz aus Karlsruhe.
Viel Krampf und Kampf: Der Darmstädter Patrick Herrmann (l) im Zweikampf mit Marc Lorenz aus Karlsruhe.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit kam Tim Skarke für Yannick Stark. Das Spiel der Lilien sollte also vor allem über die Flügel belebt werden.

Das funktionierte auch erst einmal recht ordentlich. Paik schickte gegen ausnahmsweise aufgerückte Karlsruher Heller über links. Der schloss dann im KSC-Strafraum aber selbst eher schwach ab, anstatt auf einen von drei besser positionierten Kollegen zu passen (52.).

Das Spiel danach eine Kopie der ersten Halbzeit: Viel Ballbesitz für den SVD, der dies aber nur ganz selten für gefährliche Aktionen nutzen konnte. Der KSC schien mit dem Geschehen auf dem Platz zufrieden.

In der 69. Minute war das Spiel dann für den abermals schwachen Marvin Mehlem gegen seinen Ex-Club zu Ende. Für ihn kam der wieder genesene Neuzugang Mathias Honsak.

Der Wechsel verpuffte. Stattdessen sahen sich die Darmstädter nun frecher auftretenden Badenern gegenüber. So wäre der KSC dann beinahe in der 79. Minute in Führung gegangen, als ein abgefälschter Distanzschuss von Marc Lorenz nur den Pfosten traf.

Danach plätscherte das Spiel - abgesehen von einem zurecht nicht gegebenen Abseitstor von Serdar Dursun (89.) - ähnlich trüb wie das Wetter über die Zeit und die Lilien müssen feststellen: Der Abstiegskampf hat begonnen!

Fazit: Durchaus bemühte Lilien waren einfach zu ideenlos, um sicher stehende Karlsruher ernsthaft in Gefahr zu bringen. Gegen einen Aufsteiger ist das zu wenig.

Mehr zum Thema SV Darmstadt 98:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0