Zittern mit Happy End! Darmstadt kickt nach Sieg weiter in Liga zwei

Darmstadt - Es wurde gezittert, am Ende hat es gereicht! Der SV Darmstadt 98 hat die Wende geschafft und mit einem 1:0 (0:0)-Erfolg gegen Erzgebirge Aue am 34. Spieltag den Klassenerhalt in der 2. Fußball-Bundesliga gesichert.

Der SV Darmstadt 98 spielt auch im kommenden Jahr in der 2. Liga.
Der SV Darmstadt 98 spielt auch im kommenden Jahr in der 2. Liga.

Schwach gespielt, glücklich gewonnen und am Ende noch Rang auf Rang zehn vorgerückt: Mit dem Sieg Aue hat Darmstadt eine wechselhafte Saison mit 43 Punkten noch zu einem positiven Ende gebracht.

Tobias Kempe erzielte in der 86. Minute mit seinem elften Saisontreffer das Tor des Tages. Vor 16.950 Zuschauern am Böllenfalltor waren jedoch die Gäste aus Aue über weite Strecken das bessere Team, sie hatten mehrfach Pech und müssen nun in die Relegation gegen Karlsruher SC. Besonders glücklich für die Lilien: In der vierten Minute gab der Schiedsrichter ein klares Tor für Aue nicht.

"Das beste an dem Tag ist, dass wir den Klassenerhalt geschafft haben", sagte Trainer Dirk Schuster nach der Partie. "Über die Leistung breiten wir heute den Mantel des Schweigens."

Vor der Partie hatte der Coach angekündigt, man werde auf Sieg spielen, um so den Klassenerhalt aus eigener Kraft zu schaffen. Doch davon war am Sonntag nicht viel zu sehen. Nervös, verkrampft, unkonzentriert agierte Darmstadt. "Das war ein Kopfproblem", sagte Schuster.

Seit dem Ende der Hinrunde hatte das Team auf einem Abstiegsplatz gestanden, erst in der letzten Woche war mit dem 3:0 bei Jahn Regensburg der Sprung über den Strich gelungen. "Wir hatten zum ersten Mal etwas zu verlieren", so der Trainer.

Dass am Ende ein Sieg herauskam, hatte wie schon in den vorangegangenen Spielen mit einer gehörigen Portion Glück und fragwürdigen Entscheidungen des Schiedsrichters zu tun. Ein abgefälschter Schuss von Aues Calogero Rizzuto (4.) klärte Romain Bregerie erst weit hinter der Torlinie, doch das Schiedsrichtergespann ließ weiterlaufen. "Das ist eine Sauerei. Wir sind verschaukelt worden", schimpfte Aues Präsident Helge Leonhardt.

Auch als Darmstadts Felix Platte (31.) im eigenen Strafraum den Ball mit dem Arm berührte, wurde das nicht geahnet. Und als Pascal Köpke in der 70. Minute nach einem Strafraumduell mit 98-Kapitän Aytac Sulu zu Fall kam, blieb die Pfeife von Schiedsrichter Sören Storks ebenfalls stumm. So blieben die Lilien auch im elften Spiel hintereinander unbesiegt.

Nach Feiern war dem Coach deshalb nicht zumute. "Wir haben den Klassenerhalt mit zwei blauen Augen geschafft. Wir sind glücklich. Aber wir haben aber nichts Großartiges erreicht." Bis zum Dienstag wird nun in Darmstadt noch trainiert.

Laut Schuster soll die Zeit vor allem dazu genutzt werden, um Gespräche mit den Spielern über eine weitere Zusammenarbeit zu führen. Weil bis zum letzten Spieltag nicht klar war, in welcher Liga die Lilien in der kommenden Saison spielen, waren diese Gespräche zuletzt auf Eis gelegt worden.

Darmstadt-Trainer Dirk Schuster hat nach dem Klassenerhalt durch den 1:0-Sieg gegen Erzgebirge Aue allen Grund zur Freude.
Darmstadt-Trainer Dirk Schuster hat nach dem Klassenerhalt durch den 1:0-Sieg gegen Erzgebirge Aue allen Grund zur Freude.
Die Fans von Darmstadt 98 unterstützten ihre Mannschaft über die vollen 90 Minuten nach Kräften - und durften am Ende feiern.
Die Fans von Darmstadt 98 unterstützten ihre Mannschaft über die vollen 90 Minuten nach Kräften - und durften am Ende feiern.

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