Wollte afghanischer Flüchtling seine Ex-Freundin ermorden?

Darmstadt - Der Jugendliche, der kurz vor Weihnachten in Darmstadt seine 17 Jahre alte Ex-Freundin mit Messerstichen lebensgefährlich verletzt haben soll, muss sich wegen versuchten Mordes vor Gericht verantworten.

Der Jugendliche soll mehrfach auf seine Ex-Freundin eingestochen haben (Symbolbild).
Der Jugendliche soll mehrfach auf seine Ex-Freundin eingestochen haben (Symbolbild).  © 123RF (Fotomontage)

Der Prozess gegen den Afghanen am Landgericht Darmstadt beginnt am 3. August, ist aber wegen des Alters des Angeklagten nicht öffentlich.

Der Beschuldigte war zur Tatzeit nach einem Gutachten wahrscheinlich bereits 18 Jahre, mindestens jedoch 16,1 Jahre alt. Die umfangreichen Untersuchungen hatten nach Darstellung der Staatsanwaltschaft keine Sicherheit in dieser Frage erbracht. Das Gericht geht nach seiner Mitteilung vom Dienstag von 17 Jahren aus.

Der Angeklagte war 2015 als unbegleiteter minderjähriger Asylbewerber nach Deutschland gekommen. Er soll mit dem Opfer eine freundschaftliche Beziehung geführt haben. Das Mädchen habe diese aber beendet.

Zwei Tage vor Heiligabend seien die beiden aufeinander getroffen, dabei habe der Angeklagte den Wunsch geäußert, seine Ex-Freundin noch ein letztes Mal zu umarmen. Darauf soll die 17-Jährige eingegangen sein.

Der Angeklagte habe daraufhin unvermittelt ein Messer gezogen und in Tötungsabsicht auf die Jugendliche eingestochen. Das Mädchen erlitt zahlreiche Stichverletzungen und konnte nur durch eine Notoperation gerettet werden (TAG24 berichtete).

Der Täter flüchtete zunächst, er konnte jedoch wenig später in Darmstadt-Arheiligen von der Polizei festgenommen werden.

Der Prozess dürfte großes Aufsehen erregen. Die Tat erinnert an den sogenannten "Fall Susanna", der bundesweit für große Empörung gesorgt hatte. Hier ist es ein irakischer Flüchtling, der ein 14-jähriges Mädchen getötet haben soll (TAG24 berichtete).

Titelfoto: 123RF (Fotomontage)


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0