Karussells, Kultur und Kulinarisches: 68. Heinerfest startet

Darmstadt - Ausnahmezustand in Darmstadt: Für das 68. Heinerfest wird die Innenstadt der südhessischen Großstadt von Donnerstag bis Montag wieder gesperrt.

Das Sicherheitskonzept wurde für die Veranstaltung überarbeitet.
Das Sicherheitskonzept wurde für die Veranstaltung überarbeitet.  © DPA

Hunderttausende feiernde Menschen werden zu dem Rummel mitten in der Stadt erwartet. Das seit 1951 ausgerichtete Fest hat drei Schwerpunkte: Fahrgeschäfte, Getränke und Speisen sowie Kultur. Mehr als 150 kostenlose Kulturveranstaltungen werden geboten. Rund 200 Schausteller reisen aus ganz Deutschland mit ihren Fahrgeschäften an.

Die Partnerstädte Darmstadts - aus den Niederlanden, Frankreich, Polen und Österreich - engagieren sich ebenfalls mit Programm.

Zum Abschluss am Montagabend gibt es traditionell ein Feuerwerk vom Dach des Kongresszentrums "darmstadtium". Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne) eröffnet das Bürgerfest am Donnerstag um 18.00 Uhr.

"Kommt alle!" lautet das Motto des Fests, das Oberbürgermeister Ludwig Metzger (1902-1993/SPD) wenige Jahre nach der Zerstörung der Stadt im Zweiten Weltkrieg initiiert hatte, so die Stadt.

Seine Idee: Flüchtlinge und Bewohner in der zerstörten Stadt sowie die im Umfeld untergekommenen Darmstädter zusammenzubringen. Organisator ist inzwischen der Heimatverein Darmstädter Heiner. "Heiner" gilt als Inbegriff des echten Darmstädters, der auch den Dialekt sprechen kann.

Nach der Randale im Herrngarten und den Festnahmen im Anschluss an das Schlossgrabenfest Anfang Juni haben sich Polizei und Stadt auf ein neues Sicherheitskonzept verständigt. In dem Innenstadtpark Herrngarten gilt ein Glasverbot, das sowohl das Ordnungsamt, als auch ein Sicherheitsdienst und die Polizei stichprobenartig kontrollieren wollen. Um Straftaten in dem Park zu verhindern, wurde die Zahl der Lichtmasten auf sieben aufgestockt.

Betonpoller am Rand der Innenstadt sollen wieder verhindern, dass Lastwagen in das Fest fahren können. Es gibt eine mobile Polizeiwache und temporäre Videoüberwachung im Herrngarten und auf dem zentralen Luisenplatz.

"Wir gehen aber von einem friedlichen Fest aus und haben keine Hinweise auf ein Sicherheitsrisiko", sagte Polizeisprecherin Kathy Rosenberger. Wie viele Beamte im Dienst sind, verrät sie nicht. "Wir sind aber gut vorbereitet."


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