Haftstrafe rechtsgültig: Mann (50) ging mit Kugelschreiber auf Sozialamt-Mitarbeiter los

Darmstadt/Dieburg - Weil er einen Mitarbeiter des Sozialamts mit einem Kugelschreiber attackiert haben soll, steht ab heute um 9 Uhr ein 50-Jähriger in zweiter Instanz wegen gefährlicher Körperverletzung vor dem Landgericht Darmstadt.

Der 50-Jährige sitzt in Untersuchungshaft.
Der 50-Jährige sitzt in Untersuchungshaft.

Der angeklagte Italiener soll mitten in einem Gespräch am 4. Januar im Dieburger Sozialamt den Sachbearbeiter angegriffen haben.

Das Opfer wurde am Hals verletzt und soll über mehrere Monate an einer posttraumatischen Belastungs-Störung gelitten haben.

Das Amtsgericht Dieburg hatte den 50-Jährigen Ende Juli in erster Instanz wegen dieser Attacke sowie Körperverletzung, Bedrohung und Beleidigungen in drei weiteren Fällen zu zwei Jahren und acht Monaten Haft verurteilt.

Gegen das Urteil legte der Angeklagte Berufung ein.

In erster Instanz behauptete der Angeklagte, den Sozialarbeiter nur mit der Hand angegriffen zu haben. Der 50-Jährige sitzt in Untersuchungshaft.

Update, 15.55 Uhr: Berufung zurückgezogen, Haftstrafe rechtskräftig

Es bleibt dabei: Nach seiner Attacke auf den Sozialamts-Mitarbeiter muss der 50-Jähriger wegen gefährlicher Körperverletzung für zwei Jahre und acht Monate in Haft.

Der Angeklagte hat seine Berufung am Freitag im Landgericht Darmstadt zurückgezogen. Damit wird das Urteil in erster Instanz vom Amtsgericht Dieburg rechtskräftig. Das hatte den Mann wegen einer weiteren Körperverletzung, Bedrohung und zwei Beleidigungen verurteilt.

Der 50-Jährige in Deutschland geborene Italiener attackierte sein Opfer am 3. Januar mit einem Kugelschreiber am Hals. Die Verletzung bei dem Sacharbeiter war leicht, aber der Familienvater litt noch Monate danach an einer posttraumatischen Belastungsstörung.

Diese Störung und die Attacke mit dem Stift hatte der Verteidiger zunächst bezweifelt. Der Vorsitzende Richter hatte dem Angeklagten jedoch empfohlen, die Berufung zurückzunehmen. Die Beweise sprächen klar für die Kuli-Attacke und der Angeklagte habe sich im Amtsgericht auch entschuldigt.

Der Angeklagte behauptet, sein Opfer nur mit der Hand angegriffen zu haben. Jetzt geht er vor dem Landgericht Darmstadt in Berufung (Archivbild)
Der Angeklagte behauptet, sein Opfer nur mit der Hand angegriffen zu haben. Jetzt geht er vor dem Landgericht Darmstadt in Berufung (Archivbild)  © dpa/Silas Stein

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