Polizistin (†25) nimmt Wildunfall auf und wird tot gefahren

Darmstadt - Weil er eine Polizistin tödlich verletzt haben soll, steht heute ab 9 Uhr ein 64 Jahre alter Autofahrer in zweiter Instanz wegen fahrlässiger Tötung vor dem Landgericht Darmstadt

Der Angeklagte sagt, er habe die Polizistin nicht gesehen.
Der Angeklagte sagt, er habe die Polizistin nicht gesehen.  © 123rf/Lino Mirgeler

Der Mann soll am Abend des 18. Dezember 2017 auf einer Bundesstraße zwischen Groß-Gerau und Mörfelden-Walldorf in Südhessen mit seinem Auto mit 50 bis 60 km/h die Beamtin überfahren haben.

Die 25-Jährige nahm gerade einen Wildunfall auf. Der Angeklagte will die Frau nicht gesehen haben.

Der 64-jährige Deutsche war Ende März 2019 vom Amtsgericht Groß-Gerau wegen fahrlässiger Tötung zu sechs Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung, 10.000 Euro Geldbuße und einem einmonatigen Fahrverbot verurteilt worden.

Gegen das Urteil hatten Staatsanwaltschaft und Verteidigung Berufung eingelegt.

In erster Instanz hatte die Anklage auf acht Monate Haft und die Verteidigung auf Freispruch oder eine Geldstrafe plädiert.

Urteil nach Tod von Polizistin rechtskräftig

Update 11:50 Uhr: Nach dem Tod einer Polizistin ist das Urteil gegen einen 64 Jahre alten Autofahrer rechtskräftig.

Der Mann war im März vom Amtsgericht Groß-Gerau wegen fahrlässiger Tötung zu einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten auf Bewährung und einem einmonatigen Fahrverbot verurteilt worden. In zweiter Instanz nahm er am Freitag vor dem Landgericht Darmstadt seine Berufung zurück. Auch die Staatsanwaltschaft verzichtete auf ihre Berufung.

Die 25-jährige Beamtin sicherte am Abend des 18. Dezember 2017 auf einer Bundesstraße in Südhessen einen Wildunfall ab und wurde von dem 64-Jährigen angefahren und tödlich verletzt.

Der Prozess geht vor dem Landgericht Darmstadt in die zweite Instanz. Sowohl Staatsanwaltschaft als auch Verteidigung hatten gegen ein erstes Urteil Berufung eingelegt.
Der Prozess geht vor dem Landgericht Darmstadt in die zweite Instanz. Sowohl Staatsanwaltschaft als auch Verteidigung hatten gegen ein erstes Urteil Berufung eingelegt.  © DPA/Christoph Schmidt

Titelfoto: 123rf/Lino Mirgeler

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