Nach Streit um Waffen: Mutmaßlicher Reichsbürger vor Gericht

Darmstadt – Ein mutmaßlicher Reichsbürger muss sich am heutigen Dienstag (14 Uhr) wegen versuchter Nötigung des Landrats des Kreises Offenbach vor den Darmstädter Landgericht verantworten.

Der mutmaßliche Reichsbürger hatte unter Anderem acht Gewehre bei sich zu Hause (Symbolbild).
Der mutmaßliche Reichsbürger hatte unter Anderem acht Gewehre bei sich zu Hause (Symbolbild).  © 123RF/vladmax

Das Amtsgericht Langen hatte den 62 Jahre alten Mann aus Dreieich im Oktober 2017 in der Sache zu drei Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt.

Vor dem Landgericht wird die Berufung des Angeklagten verhandelt.

Laut Anklage war der 62-Jährige nicht damit einverstanden, dass der Landkreis Offenbach vor über einem Jahr seine acht Gewehre und sieben Handfeuerwaffen einziehen wollte.

Der mutmaßliche Reichsbürger hatte im Mai 2017 den Landrat in zwei Briefen beschuldigt, unrechtmäßig zu handeln und 100.000 US-Dollar Schadenersatz gefordert.

Das Waffenbesitzrecht hatte die Waffenbehörde des Kreises wegen eines anderen Urteils widerrufen. Seit Herbst 2017 sind laut Landkreis Offenbach Waffen und Munition auch sichergestellt.

Sogenannte Reichsbürger erkennen die Bundesrepublik Deutschland, ihre Einrichtungen und amtliche Bescheide nicht an.

Auch Handfeuerwaffen gehörten zum Arsenal des 62-Jährigen (Symbolbild).
Auch Handfeuerwaffen gehörten zum Arsenal des 62-Jährigen (Symbolbild).  © dpa/Daniel Reinhardt

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