Nach Gewalt-Eskalation bei Musik-Festival: Polizei kommt der Aufklärung näher

Darmstadt - Nach Krawallen im Darmstädter Herrngarten hat die Polizei bisher etwa 30 Hinweise erhalten.

In der Nacht zum Sonntag kam es am Rande des Schlossgrabenfestes zu Attacken auf Polizeibeamte.
In der Nacht zum Sonntag kam es am Rande des Schlossgrabenfestes zu Attacken auf Polizeibeamte.  © dpa/Frank Rumpenhorst

Bei den meisten handelt es sich um Handy-Videos oder sonstige Bildaufnahmen, sagte eine Polizeisprecherin am Mittwoch. Das Material werde nun gesichtet und ausgewertet. Zu neuen Erkenntnissen über die Vorfälle gab es aus ermittlungstaktischen Gründen zunächst keine Angaben.

Auch zu Berichten, ein 22 Jahre alter Polizeianwärter sei mit einem Messer und Pfefferspray bewaffnet gewesen, wurde aus diesem Grund nichts gesagt. Die FAZ hatte berichtet, der angehende Polizist soll ein polizeiliches Codewort verwendet haben, um sich und festgenommene Freunde der Festnahme zu entziehen.

Nachdem am Dienstag bekanntgeworden war, dass ein Polizeihund während der Auseinandersetzungen einen an Hepatitis C erkrankten Mann gebissen hatte, haben sich bisher keine weiteren Betroffenen gemeldet. Weil das Tier noch weitere Menschen gebissen hatte, riet die Polizei Betroffenen, vorsorglich zu einem Arzt zu gehen. Eine Übertragung der Krankheit aufgrund eines Bisses sei zwar eher unwahrscheinlich, sie könne aber nicht gänzlich ausgeschlossen werden.

Am Rande des Schlossgrabenfestes hatten in der Nacht zu Sonntag nach Polizeiangaben etwa 100 Menschen im Darmstädter Herrngarten Beamte angegriffen (TAG24 berichtete). Die Polizisten seien zunächst mit Flaschen und Steinen beworfen worden, später schlossen sich die Gruppen zusammen.

Verletzt wurden dabei 15 Beamte. 112 Personen wurden vorläufig festgenommen und ungefähr 50 Ermittlungsverfahren eingeleitet.

112 Personen wurden vorläufig festgenommen, 15 Beamte wurden bei der Gewalt-Orgie verletzt.
112 Personen wurden vorläufig festgenommen, 15 Beamte wurden bei der Gewalt-Orgie verletzt.  © dpa/Frank Rumpenhorst

Titelfoto: dpa/Frank Rumpenhorst


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