"Wichtige Null gehalten": Lilien zufrieden mit Punkt gegen Dresden

Darmstadt - Auch wenn das Spiel der Lilien gegen Dynamo Dresden am Freitagabend größtenteils nicht gerade schön anzusehen war, heiligt der Zweck bekanntlich die Mittel. Und so war man am Böllenfalltor zumindest mit der Defensiv-Leistung und dem Ergebnis, einem torlosen Unentschieden, zufrieden.

Lilien-Coach ist "komplett zufrieden" mit dem Spiel gegen Dynamo Dresden.
Lilien-Coach ist "komplett zufrieden" mit dem Spiel gegen Dynamo Dresden.

Spieler und Trainer betonten, dass es nach dem 0:4-Debakel in Osnabrück am vergangenen Montag das Wichtigste gewesen sei, dass man hinten wieder sicher steht.

"Wir haben gut gekämpft, waren gut organisiert und haben die wichtige Null gehalten", sagte Mittelfeld-Spieler Victor Pálsson.

Ihm war gemeinsam mit Kollege Yannick Stark auf der Doppelsechs die entscheidende Aufgabe zugefallen, im Zentrum die Räume für die Dresdener Offensive möglichst eng zu machen. Das war auch weitgehend gelungen, sodass Dynamo trotz viel Ballbesitz nur selten gefährlich vor Florian Stritzel im Lilien-Kasten auftauchte.

"Wir mussten nach Montag eine Defensivreaktion zeigen. Deshalb haben wir uns logischerweise vorgenommen, hinten dicht zu machen. Allgemein basiert unser Spiel auf einer stabilen Defensive", bilanzierte Stark.

Trainer Dimitrios Grammozis sparte dann auch nicht mit Lob für sein Team. Der Coach war mit der identischen Aufstellung wie gegen Osnabrück angetreten und gab so allen bei der 0:4-Niederlage aufgelaufen Spielern die Chance auf Rehabilitierung.

"Ich bin nach dem Spiel am Montag mit dem Ergebnis heute komplett zufrieden", sagte Grammozis nach der Partie. "Kompliment an meine Mannschaft, denn ich weiß, wie das nach so einer Klatsche ist."

"Wir wollen uns spielerisch weiterentwickeln", sagt Yannick Stark

Es wurde wieder viel gegrätscht und gekämpft in der Defensive des SVD: Yannick Stark (r.) hält Dresdens Baris Atik auf.
Es wurde wieder viel gegrätscht und gekämpft in der Defensive des SVD: Yannick Stark (r.) hält Dresdens Baris Atik auf.

Dass es dennoch viel zu verbessern gibt, war aber auch nach dem Punktgewinn gegen die Sachsen klar.

Denn vor allem in der Offensive hakt es noch bei den Lilien. Da fehlte es am Freitagabend an Kreativität und auch an Genauigkeit.

"Wir haben es Dresden schwer gemacht und auf Konter gelauert, die wir dann besser ausspielen müssen", übte Tim Skarke Selbstkritik. "Wir haben natürlich offensiv Luft nach oben", findet auch Voctor Pálsson.

Bekanntlich ist es nicht der Anspruch des SVD, den Gegner mit Ballbesitz-Fußball in Grund und Boden zu spielen, sondern mit schnellem Umschaltspiel zum Erfolg zu kommen. Das Personal dafür ist ja durchaus vorhanden, muss aber sein Potenzial besser nutzen.

"Mit unseren schnellen Spielern wollen wir schnelle Konter fahren und uns dann auch in Zukunft spielerisch weiterentwickeln", kündigt Yannick Stark an. Das können die Lilien bereits am kommenden Freitag unter Beweis stellen. Dann geht's ins gerade mal 65 Kilometer entfernte Sandhausen.

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