Wieder kein Tor: Verbesserte Lilien verlieren in Sandhausen 0:1

Darmstadt/Sandhausen - Wieder ohne eigenen Treffer! Im Stadion am Hardtwald gegen den Überraschungs-Vierten aus Sandhausen verlor der SV Darmstadt 98 unglücklich mit 0:1.

Florian Stritzel im Tor der Lilien pariert gegen Kevin Behrens.
Florian Stritzel im Tor der Lilien pariert gegen Kevin Behrens.

Gegenüber dem 0:0 im letzten Liga-Spiel zu Hause gegen Dynamo Dresden veränderte Lilien-Coach Dimitrios Grammozis sein Team auf zwei Positionen: Für Mandela Egbo rückte der wieder genesene Patrick Herrmann rechts in die Viererkette, der etwas offensiver agierende Fabian Schnellhardt ersetzte Yannick Stark im zentralen Mittelfeld.

Neben dem Schwerpunkt auf der Defensive wollten die zuletzt zweimal torlosen Darmstädter nun auch wieder vorne mehr Durchschlagskraft zeigen, so zumindest die Devise (TAG24 berichtete).

Tatsächlich funktionierte dieses Vorhaben zunächst überraschend gut. Bereits mit dem ersten Angriff kamen die Lilien gefährlich vors Tor. Herrmann konnte sich rechts durchsetzen und bediente Marvin Mehlem, dessen Schuss wurde allerdings geblockt.

Heller (7.), eine gefährliche Bogenlampe von Herrmann, die SVS-Keeper Martin Fraisl gerade noch über die Latte lenken konnte (8.) und Serdar Dursun nach Freistoß-Flanke (14.) hatten weitere gute Möglichkeiten.

Nach einer Viertelstunde beruhigte sich das bis dahin sehr muntere Spielchen und Sandhausen konnte die Partie besser kontrollieren. Allerdings stand die Lilien-Defensive sicher. Einzige Ausnahme: In der 28. Minute tauchte Kevin Behrens nach präzisem Pass im Strafraum der Darmstädter auf, wurde zwar von Dario Dumic heftig bearbeitet, konnte aus kurzer Distanz aber trotzdem abschließen. Doch Florian Stritzel hatte aufgepasst.

Der nun tief stehende SVD setzte auf Konter und die Geschwindigkeit der schnellen Außen. Zweimal gelang es dann Marcel Heller, der mit Tim Skarke die Seiten getauscht hatte, über links gefährlich vor dem Kasten der Sandhausener aufzutauchen.

Doch weder seine Ablage auf Mehlen (33.) noch sein strammer Schuss, den Fraisl glänzend parierte (37.), führten zum gewünschten Torerfolg.

Unglückliche Lilien: erst das Tor, dann der Platzbeweis

 Sandhausens Torschütze Erik Zenga (r) jubelt mit Mannschaftskollegen über das Tor zum 1:0.
Sandhausens Torschütze Erik Zenga (r) jubelt mit Mannschaftskollegen über das Tor zum 1:0.

Die zweite Hälfte begann dann mit der kalten Dusche für die Darmstädter: Irgendwie bekam die Lilien-Abwehr am eigenen Sechzehner den Ball nicht weg. Nach mehreren abgeblockten Schüssen gelangte der Ball zu Erik Zenga, der an der rechten Ecke des Strafraums freies Schussfeld hatte und den Ball flach links einnetzte.

Nach der doch etwas glücklichen Führung des SVS drängte Darmstadt nun mehr nach vorne. Sandhausen stand tiefer und hoffte auf Konter.

Dann der nächste Rückschlag für die Darmstädter: Rúrik Gíslason konnte sich gegen Schnellhardt durchsetzen und lief relativ unbedrängt auf den Strafraum der Lilien zu. Victor Pálsson versuchte zu klären, trat seinem isländischen Landsmann dabei in die Hacken und bekam dafür Gelb-Rot (58.).

Grammozis reagierte, indem er für Schnellhardt den defensiveren Stark auf die nach Pálssons Ausfall nur noch einfache Sechs beorderte (62.). Heller musste Mandela Egbo weichen (68.). Zehn Minuten später brachte der Lilien-Coach dann noch mit Neuzugang Erich Berko für Immanuel Höhn einen weiteren Stürmer.

Darmstadt baute nun trotz Unterzahl ordentlich Druck auf und schnürte Sandhausen phasenweise in der eigenen Hälfte ein. Vor allem Egbo sorgte über rechts in ungewohnt offensiver Position und mit starken Hereingaben für Gefahr.

In den letzten Minuten warfen tapfer kämpfende Lilien zwar alles nach vorne - inklusive Keeper Florian Stritzel beim letzten gefährlichen Freistoß durch Stark. Es brachte aber nichts mehr.

Fazit: In der Offensive verbesserte Lilien waren in Sandhausen die stärkere Mannschaft und kämpften trotz Unterzahl bravourös. Die Niederlage war unglücklich. Der SVD muss jetzt einfach sehen, dass er seine Torflaute beendet.

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