Ex-Profi taucht nicht zum Training seines neuen Klubs auf! Der Grund ist krass

Aalen - Was für ein Chaos rund um Ex-Fußballprofi Darryl Geurts (24)! Der Flügelstürmer soll erst beim VfR Aalen einen Vertrag unterschrieben und kurze Zeit später auch bei seinem Ex-Klub FSV Union Fürstenwalde einen Kontrakt unterzeichnet haben.

Darryl Geurts spielte in der abgelaufenen Saison beim FC Rot-Weiß Erfurt.
Darryl Geurts spielte in der abgelaufenen Saison beim FC Rot-Weiß Erfurt.  © Picture Point/Gabor Krieg

Das vermelden die Aalener auf ihrer Facebook-Seite. Aus dem Beitrag geht hervor, dass Geurts nicht zum Training erschienen ist, obwohl sein Vertrag seit dem 1. Juli gilt.

Er habe über Heimweh geklagt, doch mittlerweile kam heraus, dass er bei Fürstenwalde unterschrieben hat.

Die Aalener schreiben weiter: "Eine Spielrechtsbeantragung des VfR Aalen war nicht möglich, da der Spieler zwar einen Arbeitsvertrag im Vorfeld unterzeichnet hat, allerdings nicht die erforderlichen Formulare zur Beantragung des Spielrechts. Da für die Verbände aktuell sportrechtlich somit keine Überschneidung vorliegt, werden wir in jedem Falle zivilrechtliche Schritte prüfen, was die Nichterfüllung des Arbeitsverhältnisses angeht und haben diesbezüglich bereits erste anwaltliche Beratung eingeholt."

Der Drittliga-Absteiger fügt jedoch an: "Der VfR Aalen ist jedoch an einer außergerichtlichen Einigung mit Spieler und neuem Verein interessiert."

Der Regionalligist hatte die Verpflichtung von Geurts erst am 13. Juni bekanntgegeben. Von Fürstenwalde, wo er auch in der Jugend ausgebildet wurde, ist hingegen keine offizielle Transfermitteilung zu entdecken.

Wandervogel Darryl Geurts spielte zuletzt beim FC Rot-Weiß Erfurt

Darryl Geurts hatte die beste Zeit seiner Karriere beim FSV Union Fürstenwalde unter Trainer Matthias Maucksch, zu dem er jetzt offenbar zurückkehren will.
Darryl Geurts hatte die beste Zeit seiner Karriere beim FSV Union Fürstenwalde unter Trainer Matthias Maucksch, zu dem er jetzt offenbar zurückkehren will.  © imago images / Karina Hessland

Geurts hatte in der letzten Saison für den FC Rot-Weiß Erfurt unter Trainer Thomas Brdaric gespielt, war dort aber in wettbewerbsübergreifend 24 Spielen nur auf drei Tore gekommen und hatte nie an seine grandiosen zwei Spielzeiten bei Fürstenwalde anknüpfen können.

Dorthin war der schnelle, trickreiche Außenbahnspieler Anfang Oktober 2014 nach drei Monaten Vereinslosigkeit zurück gewechselt. Unter Ex-Dynamo-Coach Matthias Maucksch blühte Geurts nach mehreren Monaten Anlaufzeit auf und war torgefährlich wie nie.

Dank elf Toren und vierzehn Vorlagen in 28 Liga-Spielen von Geurts in der Saison 2015/16 wurde seine Mannschaft auch dank ihm Meister der NOFV Oberliga Nord und stieg in die Regionalliga Nordost auf.

Dort machte er mit zwölf Toren und acht Vorlagen in der Saison 2016/17 auf sich aufmerksam und wechselte nach dem Klassenerhalt zum SC Paderborn 07, wo er aber nur auf drei Drittliga-Spiele, ein DFB-Pokal-Match, sechs Pokalspiele und Einsätze in der zweiten Mannschaft (Oberliga Westfalen) kam, weshalb er zu Erfurt weiterzog.

Zuvor hatte er im Nachwuchs beim Frankfurter FC Viktoria 91 (2006-2008) gespielt, ehe er beim FC Energie Cottbus (2008-2012) kickte, dort in den Jugend-Bundesligen unterwegs war, es aber im Männerbereich nur in die zweite Mannschaft der Lausitzer schaffte. Danach ging es weiter zu Holstein Kiel, wo er es aber ebenfalls nicht über die Reserve hinausschaffte.


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