Darts-Legende Phil Taylor bei Turnier in Köln gefeiert

Köln – Tausende Fans bejubelten am Mittwochabend (31. Oktober) in Köln die Stars der Darts-Szene. Bei der "Cologne Darts Gala" traten unter anderem Weltmeister Rob Cross (28) und Rekordweltmeister Phil Taylor (58) an. Auch nach dem Ende der Profi-Karriere ist der Engländer Taylor bei den Fans sehr beliebt.

Gab sich in Köln die Ehre: Phil Taylor (58).
Gab sich in Köln die Ehre: Phil Taylor (58).  © Steven Paston/PA Wire/dpa

Das Publikum stimmt immer lauter ein Lied an, das vermutlich jeder Darts-Fan bereits gehört hat. Es ist das Lied vom "Taylor-Wonderland". "There is only one Phil Taylor" schallt es von den Rängen.

Das Ergebnis des Spaß-Turniers in Köln ist zweitrangig an diesem Abend, Taylor repräsentiert den Sport mittlerweile als eine Art Botschafter. Nach jahrzehntelangen Erfolgen zog sich Phil "The Power" Taylor vor rund einem Jahr zurück.

In seiner aktiven Zeit hat er alles erreicht. 16 Mal wurde der Engländer Weltmeister. Ein Pokal wurde bereits nach ihm benannt, der von seinem Lieblingsturnier, dem World Matchplay.

Von Ruhestand kann nicht die Rede sein. 170 Show-Wettkämpfe wird er Ende des Jahres gespielt haben. "Ich bin viel gereist in diesem Jahr, habe viel gespielt und auch viel Zeit mit meiner Familie verbringen können", erzählt er. "Ich genieße das", sagt ein sichtlich ausgeglichener Mann, der immer für einen Spaß zu haben ist. Beim Betreten der Bühne gibt es eine Grimasse für den Moderator, bei der Pressekonferenz zerreißt er einen Zettel mit Fragen und flachst dabei herum wie ein kleines Kind.

Sein erstes Match an diesem Abend wird immer wieder lautstark begleitet vom "Taylor-Wonderland". Der fokussierte Blick wirkt wie früher, noch immer will er die Darts in dem ohnehin schon kleinen Dreifachfeld übereinander platzieren. Die ersten drei Würfe auf das Doppelfeld sitzen, er gewinnt 3:0.

Der Engländer und sein "Wonderland" sind auch nach dem Karriereende weiterhin ein fester Bestandteil der Darts-Welt. Taylor muss nicht mehr bei den großen Turnieren der wachsenden Sportart mitspielen und wird trotzdem gefeiert vom Publikum als sei er auf der Bühne.

Titelfoto: Steven Paston/PA Wire/dpa


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