Darum ist Mama Ines ein echtes Superweib

„Das bisschen“ Haushalt! Und nebenbei noch für Prüfungen büffeln.
„Das bisschen“ Haushalt! Und nebenbei noch für Prüfungen büffeln.

Von Hermann Tydecks

Müglitztal - Achtung, Männer! Zum 105. Mal ist es soweit: am Dienstag ist Frauentag. Ein Hoch auf 2,07 Millionen Sächsinnen!

Nur geht es den meisten Damen so, wie Ines Weber (34): Der Frau aus dem Müglitzal bleibt einfach keine Zeit, ihren Ehrentag so richtig zu genießen. Von früh bis spät rotiert sie wie im Laufrad für Kinder, Job und Haushalt ...

Ihr alltäglicher Wahnsinn beginnt 5.30 Uhr. Aufstehen, Aurora (11) und Aaron (6) wecken. Kurzer Halt im Bad. Dann die Kinder drängeln „endlich aufzustehen“.

Parallel Marmeladen-Weißbrot fürs Frühstück schmieren. Und bloß nicht den Proviant für die Schule vergessen.

Mama, Köchin, Lehrerin: Ines Weber (34) und ihre Kinder Aaron (6) und Aurora (11).
Mama, Köchin, Lehrerin: Ines Weber (34) und ihre Kinder Aaron (6) und Aurora (11).

Schnell noch eine Runde Gassi mit Cocker Spaniel Teddy (3), dann kann sie endlich die Kids in Kita und Schule fahren, um weiter nach Dresden zu düsen: „Da muss ich schon auf Blitzer achten“, sagt Ines Weber (34) augenzwinkernd.

Die gelernte Restaurantfachfrau macht gerade eine Umschulung zur Bürokauffrau. „Während der Frühstückspause kann ich das erste Mal Luft holen.“ Nach ihrer Schule holt sie die Kids ab, chauffiert sie bei Bedarf noch zum Klavierunterricht. Um 17.40 Uhr ist sie zu Hause.

Endlich Zeit zum Entspannen? Fehlanzeige! Gassi-Runde, Hausaufgaben-Hilfe, Abendbrot, Wäsche. „Wenn die Kinder im Bett liegen, gehe ich noch mal Gassi. Dann setze ich mich um 22 Uhr vor den Fernseher und schlafe meist gleich ein.“ Und ihr Partner?

„Der leitet ein Restaurant, kommt meist erst nachts. Ich schmeiß den Laden quasi alleine“, lacht die Powerfrau. Nebenbei schraubt sie noch Möbel zusammen und näht Gardinen - die Familie ist gerade erst umgezogen. „Früher hatte ich Zeit zum Malen. Jetzt malt nur noch Aurora.“

Trotz aller Belastung: „Ich fühle mich wohl, mache es für die Kinder.“ Respekt, Ines! Wie so viele andere ist sie eben eine ganz normale Superfrau.

„Taxi Mama“. Der mütterliche Fahrservice gehört zum „Standardprogramm“.
„Taxi Mama“. Der mütterliche Fahrservice gehört zum „Standardprogramm“.

Fotos: Eric Münch


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