Waschpulver löste Verfolgungsjagd aus

Weißwasser/Krauschwitz (Oberlausitz) - Nach der wilden Verfolgungsjagd in Weißwasser am Donnerstagnachmittag (TAG24 berichtete) gibt die Polizei jetzt Details bekannt.

Das Auto nahm unsanft Kontakt zur Hauswand auf.
Das Auto nahm unsanft Kontakt zur Hauswand auf.  © LausitzNews/Mario Müller

Auslöser der späteren Verfolgungsjagd war demnach ein 37-jähriger Pole. Dieser wollte auf der Geschwister-Scholl-Straße in Krauschwitz zwei Packungen Waschpulver und eine Kühltasche aus einem Supermarkt klauen.

Eine aufmerksame Mitarbeiterin des Marktes kam dem Dieb allerdings auf die Schliche und folgte ihm auf den Parkplatz.

Sie stellte sich vor das Auto und wollte so die Flucht des Polen und eines weiteren Begleiters im Auto verhindern.

Dieser fuhr allerdings auf sie zu und nur mit einem Sprung zur Seite konnte sich die Frau retten. Sie wurde am Bein getroffen, blieb aber unverletzt.

Wilder Ritt durch Weißwasser

Die Polizei untersucht das Fluchtauto.
Die Polizei untersucht das Fluchtauto.  © LausitzNews/Mario Müller

Die Männer fuhren unterdessen weiter nach Weißwasser und wurden dort auf der Heinrich-Heine-Straße von er Polizei entdeckt, die die Verfolgung aufnahm.

Der Pole und sein Begleiter setzten zur Flucht an und übersahen beim Abbiegen in die Bautzener Straße eine 55-jährige Radfahrerin. Sie stürzte und verletzte sich leicht.

Auf der Rosa-Luxemburg-Straße sprangen sie dann aus dem fahrenden Auto und rannten davon. Das führerlose Fahrzeug kollidierte daraufhin mit einer nahen Hauswand.

Die Männer flohen indes weiter zu Fuß. Während der 37-jährige Pole von Passanten festgehalten wurde, gelang seinem Begleiter die Flucht.

Die Polizei nahm den 37-Jährigen vorläufig fest und führte bei ihm einen offenbar positiven Drogentest durch. Zudem stellten die Ordnungshüter fest, dass er keinen gültigen Führerschein besitzt und auch die Kennzeichen waren nicht zum Auto gehörig.

Die Staatsanwaltschaft Görlitz entscheidet jetzt, ob er einem Haftrichter vorgeführt wird oder nicht. Der Komplize ist noch immer auf der Flucht.

Titelfoto: LausitzNews/Mario Müller

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