Darum lässt Kretschmann Gespräch mit ungarischem Außenminister platzen!

Stuttgart - Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) lässt ein ursprünglich für diesen Freitag geplantes Gespräch mit dem ungarischen Außenminister Peter Szijjarto platzen.

An einer Telefonzelle in Budapest hängt ein Plakat mit dem ungarisch-amerikanischen Milliardär George Soros und dem Präsidenten der EU-Kommission Jean-Claude Juncker mit der Aufschrift "Sie haben ein Recht darauf zu wissen, was Brüssel vorhat".
An einer Telefonzelle in Budapest hängt ein Plakat mit dem ungarisch-amerikanischen Milliardär George Soros und dem Präsidenten der EU-Kommission Jean-Claude Juncker mit der Aufschrift "Sie haben ein Recht darauf zu wissen, was Brüssel vorhat".  © DPA

"Das Gespräch wurde von mir abgesagt wegen der ungarischen Plakatkampagne gegen Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker", sagte Kretschmann am Dienstag in Stuttgart.

"Diese diffamierende Kampagne ist antieuropäisch und widerspricht unseren europäischen Werten."

Die ungarische Regierung von Ministerpräsident Viktor Orban hatte ein Plakat vorgestellt, auf dem Juncker und der liberale US-Milliardär George Soros, der ungarischer Herkunft ist, in unvorteilhafter Pose zu sehen sind.

Darunter stehen durch Fakten nicht belegte Behauptungen, die suggerieren, die beiden wollten illegale Migration nach Ungarn fördern.

Orban und seine rechtsnationale Regierung stehen wegen dieser Plakat-Kampagne seit Tagen unter Druck.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann sagt das geplante Gespräch mit dem ungarischen Außenminister ab.
Ministerpräsident Winfried Kretschmann sagt das geplante Gespräch mit dem ungarischen Außenminister ab.  © DPA

Titelfoto: DPA

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