Das Motocross-Comeback von Bannewitz

Zu DDR-Zeiten zogen die Motocross-Rennen Zehntausende Zuschauer an.
Zu DDR-Zeiten zogen die Motocross-Rennen Zehntausende Zuschauer an.  © MCC Bannewitz

Dresden - Motocross-Rennsport hat Tradition in Bannewitz seit 1966. Allein in den 80er-Jahren strömten 35.000 Fans an die Rennstrecke an der Carl-Behrens-Straße. 

Doch mit dem Ende der DDR endete auch diese großartige Tradition. Bis heute ...

Als siebenjähriger Junge stand Marc Rössig selbst in Bannewitz an der Rennstrecke, jubelte den Fahrern zu, atmete den Geruch der Rennmaschinen. Jetzt steht der 37-jährige Familienvater wenige Meter vom alten Ort entfernt an „seiner“ neuen Rennstrecke.

Hinter ihm und 14 weiteren Vereinsmitgliedern liegen über tausend Stunden Vorbereitung. Weil die komplette Veranstaltung kostenlos sein sollte, mussten Sponsoren mit ins Boot geholt werden. „Wir haben überall offene Türen eingerannt, alle waren Feuer und Flamme“, strahlt Rössig.

Sämtliche Genehmigungen liegen vor, alle Auflagen bezüglich Lärm- und Umweltschutz sind erfüllt, privates Ackerland gleich gegenüber dem Bannewitzer Real-Markt darf als Rennstrecke genutzt werden.

Komplett in Eigenregie wurden Tribünen aufgestellt, ein Sprunghügel aufgeschüttet, die Strecke ausgebaut und gesichert. Auf der 650 Meter langen Piste starten in mehreren Klassen 90 Rennfahrer. Alt-Stars wie der mehrfache DDR-Motocrossmeister Heinz Hoppe wurden eingeladen und sind das gesamte Wochenende an der Strecke mit dabei.

Die komplette Veranstaltung heute und morgen inklusive Parkplätzen (An der Zschauke, B 170) und Ausstellung zur Geschichte des Bannewitzer Motocross sind kostenlos. Gleich nebenan steigt die „Boderitzer Wies’n“ mit Festzelt, Musik und Kinderkarussell. Infos: www.simson-rallye-bannewitz.de/zeitplan

„Wir wollen eine Tradition wiederbeleben“: Organisator Marc Rössig (37).
„Wir wollen eine Tradition wiederbeleben“: Organisator Marc Rössig (37).  © Petra Hornig

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