Das Rätsel um Annelis Tod

Oberstaatsanwalt Lorenz Haase (r.) auf der Pressekonferenz zum Tod von Anneli.
Oberstaatsanwalt Lorenz Haase (r.) auf der Pressekonferenz zum Tod von Anneli.

Von Andrzej Rydzik

Dresden - Noch immer steht nicht fest, wie Anneli-Marie R. (†17) von ihren Entführern Markus B. (39) und Norbert K. (61) umgebracht wurde.

Zwar ist die Obduktion des Leichnams abgeschlossen, doch nun sind weitere toxikologisch-chemische Untersuchungen der Rechtsmediziner notwendig.

Laut Medienberichten soll Anneli am vergangenen Freitag mit einem Gurt von den mutmaßlichen Mördern erdrosselt worden sein.

„Die Todesursache steht auch nach Abschluss der Obduktion und dem vorläufigen Ergebnis nicht eindeutig fest“, so Oberstaatsanwalt Lorenz Haase.

Vor dem Dreiseithof in Lampersdorf haben Trauernde Kerzen und Blumen abgestellt.
Vor dem Dreiseithof in Lampersdorf haben Trauernde Kerzen und Blumen abgestellt.

Von einem Gurt und der damit verbundenen Erdrosslung der Unternehmertochter berichtete Norbert K. den Ermittlern am Montag in der Vernehmung.

Um die Haftbefehle gegen ihn und Markus B. beim Amtsgericht zu erwirken, haben die Ermittler die sich zum Zeitpunkt der Antragstellung aus den Ermittlungsergebnissen ergebene Todesursache dem Haftrichter genannt.

„Da die Todesursache nicht eindeutig feststeht, müssen die Rechtsmediziner unter anderem das Blut des Mädchens auf fremde Stoffe prüfen. Zudem laufen chemische Laboruntersuchungen, um den Todeszeitpunkt möglichst genau zu ermitteln“, erklärt Haase und rechnet mit den Ergebnissen frühestens in drei Wochen.

Markus B. hat sich indes noch immer nicht zu den erhobenen schweren Vorwürfen gegen ihn geäußert. Norbert K. hatte ihn als Haupttäter des schrecklichen Verbrechens belastet.

Auf dem Dreiseithof in Lampersdorf suchen Kriminaltechniker weiter intensiv nach Spuren von Anneli.

Fotos: Ove Landgraf, dpa/Burgi


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