Todes-Rennen durch Berlin: Lebenslänglich für zwei Raser

TOP

Claus Kleber fahndet nach dem Absender dieser rührenden Fan-Post

NEU

Mann wird beklaut und bekommt diese miese Nachricht

NEU

Nach Selbstmordversuch: Schweinsteigers rührende Worte an Rafati

NEU

Jetzt musst Du keine Angst mehr vor dem Zahnarzt haben

8.084
Anzeige
1.210

Für uns liegt das Reich der Mitte jetzt in Dresden

Dresden - Ein Riesenreich auf knapp 30 Quadratmetern. Rao Fu (36) und seine Frau Yini Tao (36) haben in der Kamenzer Straße ein „Studio für chinesische Kultur“ eingerichtet. Teil 6 der Serie "Willkommen in Dresden" von MOPO24 und GAGFAH.

Die Welt schaut in diesen Monaten auf unsere Stadt. Es heißt, hier herrsche Misstrauen gegenüber Fremden. Doch das stimmt nicht! Unsere Stadt ist weltoffen. Mit der Serie „Willkommen in Dresden“ treten wir hier jede Woche den Beweis an. Eine Aktion von MOPO24 und der GAGFAH.

Teil 6: Rao Fu und seine Frau Yini Tao aus China.

Eigentlich wollten wir zurück nach China...

Von Steffi Suhr

Dresden - Ein Riesenreich auf knapp 30 Quadratmetern. Rao Fu (36) und seine Frau Yini Tao (36) haben in der Kamenzer Straße ein „Studio für chinesische Kultur“ eingerichtet.

Ob Musik von der asiatischen Zither erklingt, in die Kunst der Kalligrafie eingeführt wird oder über Land und Leute geredet wird: Im „Shudao“ ist China mitten in der Dresdner Neustadt ganz präsent.

„Dabei wollte ich ganz schnell wieder weg“, sagt Yini schallend lachend.

„Ich komme aus einer Bergprovinz in China, habe Bildhauerei studiert, war Assistentin an der Uni und dozierte in Tibet.

Ich wollte aber weiterstudieren in Peking oder Schanghai.

Ein deutscher Professor fragte mich, ob ich nicht in Deutschland studieren wolle. Ich fand die Idee gut, wollte hier studieren und nach drei Jahren zurück.“

Im März 2003 landete die Chinesin in Berlin, nahm Sprachunterricht und kam zum „Tag der offenen Tür“ an die Kunsthochschule Dresden.

„Die wollte ich mir nur mal anschauen“, erzählt Yini im flotten Ton, holt dann tief Luft und sagt lächelnd: „Und dann stand da Rao Fu.“

Der erwidert das Lächeln: „Ich habe sie davon überzeugt, wie toll Dresden und die Kunsthochschule sind.“

Rao Fu, der in der Hafenstadt Qingdao aufwuchs, hatte dort Kalligrafie und Tuschmalerei studiert. „Weil meine Mutter immer von Paris erzählte, wo sie mal acht Monate lebte, wollte ich unbedingt dorthin.

Aber es gab Probleme mit dem Visum und mein Professor empfahl mir wegen der Buchkunst Leipzig. Das klappte, aber der Sprachkurs war in Dresden. Und hier ist es so wunderschön, dass ich bleiben wollte.“

Fu wurde Meisterschüler an der Kunsthochschule und zeigte an jenem Tag den Besuchern die Ateliers - auch Yini.

Sie blieb. In Dresden und bei Rao Fu. Das Paar heiratete 2008.

Seit einem Jahr betreiben beide eine Begegnungsstätte der besonderen Art. „Shudao“ heißt übersetzt „Der Weg der Kalligrafie“. Und über diesen Weg kommen viele Interessierte ins Gespräch.

„Wir bieten Kurse an für Erwachsene und Kinder“, so Rao Fu. „So entstand unser deutsch-chinesischer Gesprächskreis. Wir reden hier über alles. Es gibt Vorträge und Lesungen. Das baut Vorurteile ab, schafft Verbindungen.“

Manchmal gar spielerisch: Regelmäßig wird zum Mahjong-Abend geladen, einem chinesischen Brettspiel. Oder Yini spielt auf der 21-saitigen chinesischen Zither für die Gäste auf.

Daheim geht’s zuweilen weniger asiatisch zu: So gibt es bei Familie Fu-Tao belegte Brote zum Abend. „Ich liebe deutsches Essen“, schwärmt Yini.

„In China gibt es drei warme Mahlzeiten am Tag. Das schaffe ich gar nicht. Und die Kinder kennen es gar nicht mehr anders.“

In China gibt es auch kein Weihnachten - bei Familie Fu-Tao aber sehr wohl: „Die Kinder haben im Kindergarten davon gehört und uns erzählt. Also haben wir vergangenes Weihnachten einen Baum aufgestellt“, sagt Rao.

Sohnemann Yipu (5) und Töchterchen Duoya (2) freuten sich riesig über Engel, Kugeln und chinesische Falt-Deko am Baum. Mehr noch natürlich über die Geschenke darunter …

Das lieben wir an Dresden

„Dresden hat unheimlich viel Klassik und Geschichte zu bieten“, schwärmt Rao Fu.

„Die alten Meister im Zwinger, das Albertinum, das Schloss. Das ist für mich sehr wichtig, so was immer wieder ansehen zu können. Auch die Architektur ist beeindruckend. Die Brühlsche Terrasse ist wunderschön, die historischen Gebäude überall.“

Ehefrau Yini schätzt vor allem das Grün der Stadt. „Überall Parks, Grünflächen und Gärten“, freut sie sich.

„Wir sind sehr gerne auch in der Sächsischen Schweiz wandern. Das ist ja gar nicht weit. Und wenn die Zeit fehlt, ist immer noch die Heide da. Hier sind wir oft unterwegs.“

Was uns hier fehlt

„Manchmal fehlt mir hier die Flexibilität“, sinniert Rao Fu.

„Alles ist durchorganisiert, jeder hat einen Kalender. Aber bleibt da noch Zeit für spontane Begegnungen? Andererseits ist ja ein gewisser Plan auch ganz gut“, gibt er zu.

„Und ich habe inzwischen auch einen Kalender.“

Den Spagat löst der freischaffende Künstler mit einer chinesischen Weisheit: „Ohne Spannung keine Interaktion“, sagt Rao, dem ab und an ein kleiner Tempel zum Meditieren fehlt.

„In China gibt es überall Orte zum Innehalten. Und natürlich kann ich jederzeit und an jedem Ort meditieren. Aber so ein kleiner Tempel wäre manchmal ganz schön.“

Schulausfall, weil Nomaden mit Wohnmobilen Parkplatz blockieren

NEU

Rätselhaft! Warum mussten mehrere schwimmende Schweine sterben?

NEU

Flüchtlinge verspottet! Nazi-Skandal beim Faschingsumzug

NEU

Beweist ein Video die Enthauptung des entführten deutschen Seglers?

5.563

Darauf achtet garantiert jeder beim ersten Flirt!

8.862
Anzeige

Polizei findet tote Frau im Auto, Mann liegt schwer verletzt daneben

7.040

Prozesstag abgesagt! Aussage von Wilfried W. verschoben

102

Du willst lächeln wie ein Top-Model? Dann schau mal hier!

7.333
Anzeige

BH bewahrt Touristin vor dem Tod: Jäger vor Gericht

2.744

Martin Schulz begeistert im Kunstkraftwerk Leipzig

734

Baby Shower: So feiert Isabell Horn ihre Schwangerschaft

1.256

Herzlos! Fahrerin rast mit voller Absicht in Vögel

3.094

Clausnitz-Prozess: Busfahrer zerrt Asyl-Gegner vor Gericht

3.392

Hier rettet ein Stürmer dem Gegner-Torwart das Leben

5.538

Mann muss zusehen, wie Frau von 19-Jähriger überfahren wird

5.910

Kulthandy von Nokia kommt zurück und so wird es aussehen

7.674

Leukämie hat sein Leben zerstört! Nun sucht Jordan mit diesem emotionalen Aufruf Freunde

1.774

Das ist die starke Botschaft vom iranischen Oscar-Gewinner an Donald Trump

1.229

Hooligans bekommen Kneipenbesuch statt Knast

6.205

Schlimmer Unfall beim Karneval: Wagen fährt in Menschenmenge

3.820

Peinliche Oscar-Panne: Falscher Gewinner verkündet

4.842

"Game of Thrones"-Star Neil Fingleton mit nur 36 Jahren gestorben!

21.324

VfL Wolfsburg feuert Valerien Ismael

1.604

Trump-Fans schwenken Russland-Fahnen, ohne es zu merken

3.237

Stieß Ehemann seine Frau von Kreuzfahrtschiff ins Meer?

14.099

Rothirsch geht mit Rinderherde fremd

2.213

Mit 61 Jahren! Titanic-Star Bill Paxton überraschend gestorben

11.539

Sachsen sahnen bei Bob- und Skeleton-WM ab

1.299

22-Jähriger droht Ex-Freundin, den Kopf mit Axt einzuschlagen

6.322

Als er ihr an den Hintern fasst, rastet das Bikini-Model aus

11.366

Dieses Foto entlarvte eine Halbmarathon-Läuferin als Betrügerin

45.944

Horror-Sturz bei Eisrennen: Pferd tot, Jockey im Krankenhaus

3.633

Zwei Frauen prügeln sich auf Karnevalsparty um einen Mann

3.895

Fast gestorben! Seine Krankheit ist so selten, dass kaum ein Arzt sie kennt

9.442

Drei Menschen kämpfen um ihr Leben! Auto rast in Menschen-Gruppe in London

7.235

Lady beweist, dass Tattoos auch mit 56 noch sehr heiß aussehen können

11.307

Neue Details: So brutal lief die Hooligan-Schlacht in Moabit

8.304

Mann wird von Prostituierter abgezockt und täuscht einen Überfall vor

4.760

54-jährigem Reichsbürger mit Kettensäge in Unterarme gesägt

7.830

Für Oscar nominierte Schauspielerin Natalie Portman sagt ab

3.054

Schwarzfahrer flüchtet und stürzt vor U-Bahn

2.350

Flughafentunnel: Geisterfahrer kracht in Gegenverkehr

436