Das soll für den sozialen Wohnungsbau gemacht werden

Stuttgart - Verdi-Landeschef Martin Gross fordert mehr Geld für den sozialen Wohnungsbau.

Blick über die Stadt Stuttgart vom Birkenkopf aus.
Blick über die Stadt Stuttgart vom Birkenkopf aus.  © DPA

Es habe weit mehr als 20 Jahre eine falsche Wohnungsbaupolitik gegeben, kritisierte der Gewerkschafter in Stuttgart.

Ein bezahlbares Dach über dem Kopf sei aber ein Menschenrecht. Bei den im Mai anstehenden Kommunalwahlen werde die Wohnungsknappheit sicher eine große Rolle spielen.

Die Zahl der Sozialwohnungen für Menschen mit geringem Einkommen ist im vergangenen Jahr in Baden-Württemberg unterdessen leicht gestiegen. Ende 2016 waren es 57 400 mietgebundene Wohnungen für Bedürftige, im Jahr darauf rund 58 000.

Solche Wohnungen werden in Deutschland in der Regel von kommunalen Wohnungsunternehmen, Genossenschaften oder privaten Investoren gebaut. Diese bekommen gute Darlehensbedingungen oder einen Zuschuss. Dafür sind die Wohnungen dann mietpreisgebunden, also relativ günstig. Sie dürfen nur an bestimmte Menschen vermietet werden - etwa an Mieter mit sogenanntem Wohnberechtigungsschein.

Gross forderte, dass Kommunen und Land beim Verkauf von Bauland nicht nur auf den Verkaufspreis schauen, sondern solche Flächen gezielt günstiger für den sozialen Wohnungsbau zur Verfügung stellen.

Hohe Mieten seien auch ein Problem für Kommunen, wenn es darum gehe, Stellen in der Pflege oder in Kinderbetreuungseinrichtungen zu besetzen. "Die Leute können sich es zunehmend nicht mehr leisten, dort zu wohnen, wo sie arbeiten."

Martin Gross, Leiter des Landesbezirks Verdi Baden-Württemberg bei einem Interview.
Martin Gross, Leiter des Landesbezirks Verdi Baden-Württemberg bei einem Interview.  © DPA

Titelfoto: DPA


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