Das steckt wirklich hinter dem Islam-Brief an Dresdens Grundschulen

Dresden - Seit dem Wochenende kursiert im Netz ein Elternbrief zu einer vermeintlichen Islam-Themenwoche an einer Dresdner Grundschule.

In dem gefälschten Schreiben ist unter anderem von einem "Pflichtbesuch in einer Moschee" Mitte Februar die Rede.
In dem gefälschten Schreiben ist unter anderem von einem "Pflichtbesuch in einer Moschee" Mitte Februar die Rede.  © DPA/Screenshot Twitter

Auf Facebook ist die Empörung groß. Bei genauerer Betrachtung ist aber schnell klar: Der Brief ist eine Fälschung!

Der Name der Schule: geschwärzt. Ein offizieller Briefkopf: Fehlanzeige. Rechtschreib- und Kommafehler: ein halbes Dutzend.

Die ursprüngliche Quelle des abfotografierten Schreibens ist zudem nur schwer auszumachen. Trotzdem wurde der Brief tausendfach auf Facebook geteilt, hundertfach kommentiert. Meist abwertend. Absender: offensichtlich Rechte, die mit diesen Lügen Menschen verunsichern und Hass schüren wollen.

In dem gefälschten Schreiben ist von einem Pflichtbesuch in einer Moschee Mitte Februar die Rede. Vier Imame würden in der kommenden Woche die Schule besuchen: „Bitte geben Sie Ihrem Kind an diesem Tag kein Schweinefleisch zum Frühstück mit“, wird den Eltern nahegelegt. Eine Koran-Kaufempfehlung ist auch dabei.

Alles Lüge. Die Kollegen vom Dresdner Blog Flurfunk wandten sich mit dem Schreiben ans Kultusministerium, welches die Fälschung schnell enttarnte. „Das Landesamt für Schule und Bildung hat mit allen infrage kommenden Grundschulen gesprochen. Ergebnis: Das Schreiben ist ein Fake.“

Titelfoto: DPA/Screenshot Twitter

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