Das will der Dresdner Tafel-Chef jetzt ändern





Der Tafelvorstand Andreas 
Schönherr (41, re.) und Tafel-Vize Anja Hoke (51). 
Der Tafelvorstand Andreas Schönherr (41, re.) und Tafel-Vize Anja Hoke (51). 

Dresden - Rückendeckung von der Vereinsbasis: Bei der Versammlung der Dresdner Tafel am Mittwoch sprach die Mehrheit der Mitglieder dem Vorsitzenden Andreas Schönherr (41) trotz aller Kritik ihr Vertrauen aus. 

Und dennoch sorgt das Gebaren sachsenweit für Verwirrung.

Der Tafel-Chef und seine Vize Anja Hoke (51) standen Rede und Antwort, versuchten ihr Vorgehen zu erklären. Die Moderation hatte Eric Hattke (25), Vorsitzender des Vereins Atticus, übernommen.

Schönherrs Ansagen: Die Kreditvergabe an Tafelmitglieder soll geregelt werden. Schönherr hatte selbst knapp 15.000 Euro von der Tafel in Anspruch genommen - zinsfrei. Die kritisierten Partys als eine Form der Öffentlichkeitsarbeit verteidigte er. Sie würden allerdings gestoppt, weil die Bauaufsicht sie nicht weiter zulasse.

Bei der Auftragsvergabe will Schönherr auch etwas ändern. Hierüber will er mit seinen Anwälten sprechen. Seine bisherige Arbeit sieht er als Erfolg. Die belegten Vorwürfe seien Hausaufgaben, die bei der weiteren Stabilisierung der Tafel erledigt werden müssten.

Der Landesverband Sächsische Tafeln geht dagegen in seinem aktuellen Adventswunsch an seine Mitglieder auf klare Distanz: „Der gegenwärtige Imageschaden für die soziale Bewegung der Tafeln ist unabsehbar und repräsentiert nicht die täglich gute und aufopferungsvolle Arbeit der Helfer bei den übrigen 38 Vereinen und Tafeln in Sachsen. 

In deren Namen distanzieren wir uns von dem Handeln des Vorstandes der Dresdner Tafel.“ Eine weitere Stellungnahme soll es erst bei Vorlage der Prüfergebnisse durch den Bundesverband geben.


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