Das will Jens Spahn: Bußgeld-Strafen bis 2500 Euro für Impfgegner

Deutschland - Die Zahl der Impfgegner in Deutschland steigt. Die Zahl der Masern-Erkrankungen auch. Dagegen soll nicht nur die Impfpflicht, sondern auch eine Bußgeldstrafe helfen.

Jens Spahn möchte den deutschen Bürger vor einer Epidemie schützen - zur Not auch mit Bußgeldstrafen für Impfgegner.
Jens Spahn möchte den deutschen Bürger vor einer Epidemie schützen - zur Not auch mit Bußgeldstrafen für Impfgegner.  © DPA / Michael Kappeler

Masern sind hochansteckend und können Kinder, kranke und ältere Menschen ernsthaft gefährden. Aufgrund mehrere Vorkommnisse fordern viele Kitas drastischere Maßnahmen (TAG24 berichtete). Denn trotz der gesundheitlichen Gefahr verzichten viele Eltern darauf, ihre Kinder gegen die Infektionskrankheit zu impfen.

Diese Tendenz ist steigend. Immer häufiger kommt es zu Masern-Erkrankungen und sogar zu Todesfällen.

Um diese Entwicklung zu stoppen, fordern auch viele Politiker eine Impfpflicht. So auch Jens Spahn, Bundesminister für Gesundheit und seines Zeichens CDU-Politiker. Wer das Impfen gegen Masern verweigert, solle sogar mit einem Bußgeld bestraft werden, meint Spahn.

In dem Vorstoß seien Strafen bis zu 2.500 Euro vorgesehen. Kritische Stimmen sagen allerdings, dass diese Forderung gar nicht mit dem Grundgesetz vereinbar sei.

Die Forderung nach Bußgeld für Impfgegner löst heftige Kritik aus

Autsch - ein kleiner Pieks sorgt für ganz viel Wirbel - zumindest bei Impfgegnern.
Autsch - ein kleiner Pieks sorgt für ganz viel Wirbel - zumindest bei Impfgegnern.  © DPA / Frederik von Erichsen

Viele Menschen, aber auch viele Politiker kritisieren diesen Vorstoß scharf und sprechen von Freiheitsberaubung des mündigen Bürgers.

Jens Spahn argumentiert dagegen: In einem Interview sagt er zu diesem Kritikpunkt, dass es zwar "um die Freiheit des Einzelnen" gehe, aber dazu gehöre auch, "dass der andere mich nicht unnötig gefährdet", berichtet zdf.de.

Laut der Ärztezeitung müssten um die 600.000 Menschen in Deutschland nachgeimpft werden.

Laut der WHO gehört die wachsende Zahl der Impfgegner zu den 10 größten Gefahren für die globale Gesundheit.

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