Das wurde unter den Postplatz-Trümmern entdeckt





Grabungsleiterin Nicole Eichhorn (35) zeigt eine gefundene Sandsteinplastik 
auf der Ausgrabungsstätte an der Wallstraße.
Grabungsleiterin Nicole Eichhorn (35) zeigt eine gefundene Sandsteinplastik auf der Ausgrabungsstätte an der Wallstraße.  © Thomas Türpe

Dresden - Geschmolzene Eisengewichte, Bunkerreste und Hinweise auf „Westfälische Cervelat“: Archäologen haben bei Ausgrabungen am Postplatz bemerkenswerte Funde gemacht.

Historisch besonders wertvoll ist die Dresdner Stadtmauer, die auf einer Länge von 50 Metern freigelegt wurde. Lange zu sehen bleibt sie aber nicht.

Baywobau-Chef Berndt Dietze (70) verspricht: „Die Stadtmauer aus dem 16. Jahrhundert wird auf jeden Fall erhalten bleiben.“ Seine Firma plant auf dem Grundstück an der Wallstraße das „Merkur II“, ein Wohn- und Geschäftshaus mit 117 Wohnungen für 37 Millionen Euro. Die Mauerreste sollen unterhalb des künftigen Bauwerks wieder eingegraben werden.

Umso interessanter sind die Spuren aus der Vergangenheit, die Archäologen um Grabungsleiterin Nicole Eichhorn (36) in den letzten Monaten in bis zu acht Meter Tiefe freilegten: „Unter dem Kriegsschutt haben wir viele Objekte der ehemaligen ‚Antons Markthalle‘ gefunden. Dazu gehören Warenschilder für Wurstprodukte und Reste eines Luftschutzbunkers.“

Dramatisch zeigen geschmolzene Glasflaschen und Eisengewichte das Ende der alten Markthalle. Sie wurde 1945 zerstört, 1951 abgerissen.





Zu den Fundstücken gehörte auch dieses Besteck, mittlerweile leicht 
angerostet.
Zu den Fundstücken gehörte auch dieses Besteck, mittlerweile leicht angerostet.  © Thomas Türpe
Zeugnisse der ehemaligen „Antons Markthalle“, die bis 1945 hier stand: 
Schilder einer Metzgerei, die auch Bratwurst verkaufte.
Zeugnisse der ehemaligen „Antons Markthalle“, die bis 1945 hier stand: Schilder einer Metzgerei, die auch Bratwurst verkaufte.  © Thomas Türpe

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