Jetzt ist klar, wo der Hessen-Hacker die Daten von Politikern und Promis her hat

Berlin - Teile der Zugangsdaten des großangelegten Datendiebstahls bei Politikern und Prominenten (TAG24 berichtete) stammen nach einem Medienbericht aus dem Darknet.

Der 20-Jährige aus Mittelhessen ist bereits wieder auf freiem Fuß. (Symbolbild)
Der 20-Jährige aus Mittelhessen ist bereits wieder auf freiem Fuß. (Symbolbild)  © DPA

Wie die Bild unter Berufung auf Ermittlerkreise berichtet, sind die von dem 20-jährigen Schüler aus Hessen ins Netz gestellten Daten der knapp 1000 geschädigten Politiker und Prominenten nur zu einem Teil bei von ihm selbst durchgeführten Hacker-Angriffen erbeutet worden.

Ein anderer Teil der Zugangsdaten zu den Social-Media-Konten der Geschädigten sowie ein Teil der geleakten Social-Media-Daten selbst soll der Beschuldigte im Darknet, einem verborgenen Teil des Internets, gekauft haben.

Die zuständige Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main bestätigte Bild, dass gegen den Beschuldigten daher auch wegen des Vorwurfs der "Datenhehlerei" ermittelt werde.

Der junge Hacker war Anfang der Woche festgenommen worden. Er legte ein Geständnis ab und wurde anschließend auf freien Fuß gesetzt. Bei seiner Vernehmung sagte er nach Angaben des Bundeskriminalamtes aus, er habe Menschen "bloßstellen"wollen, über deren öffentliche Äußerungen er sich geärgert habe.

Am Donnerstag befasst sich der Innenausschuss des Bundestages mit dem Datendiebstahl.

Zugangsdaten für die geplante "Bloßstellung" sicherte sich der Schüler im Darknet. (Symbolbild)
Zugangsdaten für die geplante "Bloßstellung" sicherte sich der Schüler im Darknet. (Symbolbild)  © DPA

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