DDR-Altlasten: LCKW-belastetes Grundwasser in Brandenburg

Wasserproben zeigten unbedenkliche Werte. (Symbolbild)
Wasserproben zeigten unbedenkliche Werte. (Symbolbild)  © dpa (Symbolbild)

Zeuthen - Leichtflüchtigen chlorierten Kohlenwasserstoffe, kurz LCKW, sollen sich im Grundwasser von Zeuthen (Dahme-Spreewald) befinden. Doch auch andere brandenburgische Städte haben mit diesem Problem zu kämpfen.

Wie die Kreisverwaltung am Donnerstag mitteilte, sollen DDR-Altlasten aus dem ehemaligen "VEB NARVA Leuchtenbau" für die LCKW-Belastung im Grundwasser verantwortlich seien. Diese sollen auf dem Grundstück langsam ins Erdreich gesickert sein.

Auf einer Länge von 1,2 Kilometer soll so bis zum Zeuthener See eine "LCKW-Fahne" entstanden sein. Die erhöhten Werte wurden nach Proben des Seewassers, des Ufer-Sediments sowie bei acht Gartenbrunnen festgestellt.

Das Umweltamt spricht von keiner Gefahr für See und Uferregion, denn die LCKW-Werte liegen laut Analysen unter den Bestimmungsgrenzen. Nichtsdestotrotz wurde das Nutzungsverbot vorsorglich ausgeweitet und umfasst nun einen Korridor beidseitig der Forstallee, des Forstweges und der Ahornallee sowie von der Weichselstraße bis hin zum Zeuthener See. Vorher umfasste das Nutzungsverbot nur den Bereich der Ahornallee/Kastanienallee, wie der rbb berichtete.

Wie es in einer Mitteilung des Landkreises heißt, muss der jetzige Grundstückseigentümer die Altlasten sanieren. Mit ihm hätte man wohl schon einen Termin dafür vereinbart.

Doch nicht nur Zeuthen südöstlich von Berlin leidet unter dem zur DDR-Zeit als beliebtes chemisches Reinigungsmittel eingesetzte Chemikalie. Ebenso auch Cottbus, Forst und Lübbenau haben seit Jahren Probleme die aggressiven Altlasten zu beseitigen.


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