Sie sind zurück! Vor 40 Jahren verschwundene Bilder sind wieder in Gotha

Gotha - Fast genau 40 Jahre nach einem der größten Kunstdiebstähle der DDR sind fünf entwendete Gemälde zurück in Gotha.

Eine Woche lang werden die Bilder in Gotha ausgestellt, dann sollen sie restauriert werden.
Eine Woche lang werden die Bilder in Gotha ausgestellt, dann sollen sie restauriert werden.  © Matthias Gränzdörfer

Es sei ein Glück, dass die Beute wieder dort sei, wo sie hingehöre, sagte Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) am Montag in Gotha. "Nämlich an den Wänden in Gotha."

Am 14. Dezember 1979 wurden die fünf bedeutenden Bilder aus dem Gothaer Schloss Friedenstein gestohlen.

Der Fall konnte nie aufgeklärt werden. Die Gemälde galten lange als verschollen. Im Sommer 2018 wurden sie dann dem damaligen Stiftungsratsvorsitzenden und Oberbürgermeister Gothas, Knut Kreuch, angeboten.

Durch langwierige, diskrete Verhandlungen konnten die Werke nun zurückgeführt werden. Zuvor waren sie erfolgreich im Rathgen-Forschungslabor der Staatlichen Museen in Berlin auf Echtheit untersucht worden.

Die Bilder sind nun in einer Sonderpräsentation bis zum 26. Januar im Herzoglichen Museum in Gotha zu sehen. Danach sollen sie restauriert werden.

Die Werke weisen teilweise Schrammen und Risse auf. Wie aufwendig und teuer die Arbeiten werden, sei noch nicht klar. Die Stiftung hofft, die restaurierten Werke in einer großen Ausstellung im kommenden Jahr dann wieder öffentlich präsentieren zu können.

Vor 40 Jahren waren die Bilder verschwunden, tauchten mysteriös wieder auf.
Vor 40 Jahren waren die Bilder verschwunden, tauchten mysteriös wieder auf.  © Matthias Gränzdörfer

Titelfoto: Matthias Gränzdörfer

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