DDR-Mosaik kehrt an alten Standort in Erfurt zurück

Erfurt - Das aus 70.000 bunten Glasfliesen zusammengesetzte DDR-Wandmosaik "Die Beziehung des Menschen zu Natur und Technik" ist zurück an seinem früheren Standort.

Am Moskauer Platz kann das Kunstwerk jetzt wieder in seiner vollen Pracht bewundert werden.
Am Moskauer Platz kann das Kunstwerk jetzt wieder in seiner vollen Pracht bewundert werden.  © DPA

Mit einem Kran und vor einem Publikum aus Anwohnern wurde die letzte Platte von Josep Renaus Kunstwerk am Moskauer Platz in Erfurt angebracht. "Ein Stück Zeitgeschichte kehrt an den Moskauer Platz zurück", sagte der Kulturbeigeordnete der Stadt Erfurt, Tobias Knoblich, am Dienstag.

Vier Jahre lang war das etwa 7 mal 30 Meter große Wandbild des spanischen Künstlers (1907-1982), der zu DDR-Zeiten auch Werke in anderen ostdeutschen Städten gestaltete, mühsam restauriert worden.

Bis 2012 hing es an einem Kultur- und Freizeitzentrum in der damaligen Plattenbausiedlung. Vor Abriss des Zentrums wurde das denkmalgeschützte Werk auch durch Bürgerengagement gerettet.

Das Wandbild wurde abgenommen und in Containern gelagert. Nun hängt es an einer tonnenschweren Betonkonstruktion an einem Einkaufszentrum am Moskauer Platz.

"Die Leute haben damit ein identitätsstiftendes Denkmal wieder zurück", sagte Philip Kurz, Geschäftsführer der Wüstenrot-Stiftung. Die Stiftung hat den Großteil des etwa 800.000 Euro teuren Projekts beigesteuert, etwa 20 Prozent kamen von Land und Stadt. Am 3. Dezember soll die Rückkehr des Mosaiks mit einem offiziellen Fest gemeinsam mit Bürgern gefeiert werden.

Mit einem Kran wurde das letzte Teil am Dienstag angebracht.
Mit einem Kran wurde das letzte Teil am Dienstag angebracht.  © DPA

Titelfoto: DPA

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