Flüchtlingsaufnahme: Merkel diskutiert, wo die Grenze liegt

Die Bildungsplattform informiert Geflüchtete über den Zugang zur Hochschulbildung.
Die Bildungsplattform informiert Geflüchtete über den Zugang zur Hochschulbildung.  © DPA

Berlin - Bundeskanzlerin Angela Merkel (63, CDU) hält eine breite gesellschaftliche Debatte über mögliche Grenzen bei der Aufnahme von Flüchtlingen für nötig.

Wie die Bundeskanzlerin am Freitag beim Besuch eines Hilfsprojekts für Zuwanderer in Berlin mitteilte, sind wir Deutschen hin und her gerissen. "Wir sehen das Elend auf der Welt."

Millionen Menschen seien in Syrien, den Nachbarstaaten oder in Afrika auf der Flucht. "Und viele Deutsche sagen, ok, wir haben das sehr gerne gemacht, wir haben Menschen in Not aufgenommen, aber wie viele können wir aufnehmen?"

Deutsche hätten zum Teil auch Ängste und fragten sich, was Zuwanderung für sie bedeute, so Merkel bei einer Diskussion mit jungen Flüchtlingen. "Das muss sehr offen diskutiert werden."

Bundeskanzlerin Angela Merkel das Berliner Start-Up-Unternehmen Kiron und unterhält sich mit Nyima Jadama, Flüchtling aus Gambia, die bei Kiron Politikwissenschaften studiert.
Bundeskanzlerin Angela Merkel das Berliner Start-Up-Unternehmen Kiron und unterhält sich mit Nyima Jadama, Flüchtling aus Gambia, die bei Kiron Politikwissenschaften studiert.  © DPA

Merkel informierte sich bei der gemeinnützigen Gesellschaft Kiron Open Higher Education im Berliner Stadtteil Mitte über Bildungsprojekte für Zuwanderer.

Das Start-up hat Programme entwickelt, um Flüchtlingen ein Hochschulstudium zu ermöglichen und sie darauf vorzubereiten.

Kern des Angebotes sind Online-Kurse, die nach dem Wechsel der jungen Leute an Partnerhochschulen als Studienleistung anerkannt werden.

Kiron kooperiert dabei nach eigenen Angaben mit 47 Hochschulen in acht Staaten.

Die Gesellschaft wurde 2015 gegründet und hat aktuell rund 80 Beschäftigte sowie rund 200 ehrenamtliche Mitarbeiter.

Titelfoto: DPA


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