Burkini im Schwimmunterricht? AfD-Storch geht auf Giffey los

Berlin - Mit ihren Äußerungen über das Tragen von Burkinis im Schwimmunterricht, sorgte Franziska Giffey (40, SPD) für viel Furore (TAG24 berichtete). Für sie sei es notfalls vertretbar, wenn Schulen die Teilnahme am Schwimmunterricht förderten, indem sie Burkinis zuließen.

Von Storch (l.) kritisierte die Haltung von Familienministerin Giffey.
Von Storch (l.) kritisierte die Haltung von Familienministerin Giffey.  © DPA

Die Kritik ließ nicht lange auf sich warten. Die stellvertretende Vorsitzende der AfD-Fraktion im Bundestag, Beatrix von Storch (47), fand deutliche Worte für ihre Haltung.

"Willy Brandt würde sich im Grabe umdrehen, wenn er sehen würde, was aus seiner Partei geworden ist", sagte von Storch der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Dienstag). Die SPD unterstütze Sonderrechte für fundamentalistische Muslime, die sich nicht den deutschen Regeln anpassen wollten. "Das mag die Erklärung für den Niedergang der SPD als Volkspartei sein", sagte von Storch.

Giffey hatte zuvor mit Blick auf sogenannte Burkinis gesagt, sie befürworte keineswegs deren Tragen im Schwimmunterricht. "Wir müssen aber sehr konsequent darin sein, dafür zu sorgen, dass alle Kinder schwimmen lernen, egal welcher Herkunft sie sind und welche Religion sie haben. Schwimmen ist Teil des Sportunterrichts und damit Teil der Schulpflicht. Diese ist durchzusetzen", schrieb sie bei Facebook.

Wenn Schulleiter vor Ort dann eine pragmatische Lösung fänden, sollte sich kein Bundespolitiker darüber erheben. Auslöser der Debatte war ein vor zwei Wochen bekannt gewordener Fall eines Gymnasiums in Herne in Nordrhein-Westfalen, das 20 Leih-Burkinis angeschafft hatte.

Manche muslimische Mädchen verweigern sich aus religiösen Gründen dem Schwimmunterricht mit Jungen. Burkinis bedecken bis auf Gesicht, Hände und Füße alle Körperteile.

Titelfoto: DPA

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