Boyata on Fire! Herthas neuer "Funkturm" sichert Covics Zukunft

Berlin - In Berlin-Charlottenburg kann momentan tief durch geatmet werden. Nach dem souveränen Kantersieg beim 1. FC Köln kommt Hertha BSC langsam ins Laufen, genauso wie Dedyrck Boyata. Der belgische Nationalspieler ist nach seinem ersten Bundesliga-Tor in Berlin wohl endgültig angekommen.

Große Freude bei Boyota.
Große Freude bei Boyota.  © DPA

Klar: Fußball ist kein Spiel der Konjunktive, aber "hätte" Hertha BSC die Heimreise aus der Domstadt ohne Punkte im Gepäck antreten müssen, "wäre" es an der Hanns-Braun-Straße ungemütlich geworden. Vor allem für den neuen Trainer der Alten Dame.

Nach dem wenig beeindruckenden Sieg gegen den SC Paderborn waren nicht nur Anhang und Mannschaft mit der Leistung unzufrieden. Auch Ante Covic fehlten die nötigen spielerischen Elemente, die er im Spiel gegen den 1. FC Köln forderte und in Phasen endlich zu sehen bekam.

Neben den starken Konteraktionen über den pfeilschnellen Javairo Dilrosun rückte vor allem die starke Defensive in den Fokus. Maßgeblich für den sicheren Auftritt der blau-weißen Viererkette verantwortlich war Herthas Neuzugang Dedryck Boyata.

Nach langer Leidenszeit scheint der Belgier seinen Platz im Team gefunden zu haben und wird in Teilen des blau-weißen Anhangs schon als neuer "Funkturm" der Defensive betitelt. Boyata absolvierte in Köln sein drittes Pflichtspiel in Folge, köpfte sein erstes Bundesliga-Tor und war mit seiner Leistung vollkommen zufrieden: "Über mein Tor freue ich mich sehr, und als Verteidiger natürlich auch darüber, dass wir zu null gespielt haben."

Boyatas Leidenszeit dient auch als bestes Parallel-Beispiel zu Herthas bisherigen Saisonstart. Während die Covic-Elf Niederlagen gegen Wolfsburg und Schalke erntete, hing der Genesungsprozess der hartnäckigen Oberschenkelverletzung des Belgiers in der Schwebe.

Auch gegen Düsseldorf will der "Funkturm" Tore schießen.
Auch gegen Düsseldorf will der "Funkturm" Tore schießen.  © DPA

Nach der frühen Länderspielpause folgte das Spiel in Mainz, bei der die Hertha ein ganz anderen Auftritt zeigte. Spielerisch war man dem FSV deutlich überlegen und zog trotzdem den Kürzeren. Im Spiel gegen die 05er feierte Boyata sein Pflichtspieldebüt und wusste in Teilen des Spiels meist zu überzeugen.

Zuletzt sorgte Boyata für Stabilität gegen den SC Paderborn, sodass der Hauptstadtclub den ersten Dreier feiern konnte. Gegen Köln nun der endgültige Durchbruch - auch für den Coach. Mit dem Sieg in der Domstadt erloschen auch die kritischen Stimmen der ewigen Nörgler, die schon an Covics Trainerstuhl sägten. Nicht nur durch Boyatas Premierentor wirkte der Auftritt gefestigter.

Nun will Hertha gegen Düsseldorf den dritten Sieg in Folge feiern und auch Berlins neuer Funkturm sieht noch Luft nach oben: "Ich habe zuletzt sehr hart gearbeitet und das Gefühl, dass ich in Zukunft noch einige zusätzliche Prozente herauskitzeln kann – ich bin noch nicht an meinem Leistungslimit!"

Konträr der Entwicklung des Hauptstadtclubs läuft die jüngste Bilanz der Fortuna. Zuletzt musste das Team von Herthas Ex-Trainer Friedhelm Funkel zwei Niederlagen hinnehmen.

Boyata würde die Mini-Krise der Rheinländer gerne verschärfen, dennoch warnt der Belgier: "Es ist ein Heimspiel, wir spielen vor unseren Fans und unter Flutlicht, das ist ein schöner Rahmen, den wir nicht als selbstverständlich ansehen sollten – und daher werden wir die Partie nicht auf die leichte Schulter nehmen."

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