Serben bringen Glück: Ist Sieg-Torschütze Joveljic Eintrachts nächster Jovic?

Frankfurt am Main - Im Volksmund ist das Sprichwort weit verbreitet, dass Scherben Glück bringen sollen. In Frankfurt gibt es spätestens seit Donnerstagabend wohl eine Abwandlung dieser Lebensweisheit. Denn da schoss der erst 19-jährige Neuzugang von Eintracht Frankfurt, Dejan Joveljic, die Hessen zum 2:1 (1:1)-Erfolg über Flora Tallinn im Hinspiel der Europa-League-Qualifikation. Viele Fans fühlen sich schon jetzt an einen prominenten Vorgänger des jungen Serben erinnert.

Eintracht-Coach Adi Hütter.
Eintracht-Coach Adi Hütter.  © dpa/Uwe Anspach

Es lief noch nicht alles rund beim ersten Pflichtspiel der Hessen, aber wie auch. Erst rund drei Wochen verbrachte die Eintracht bis zum ersten Pflichtspiel in der Vorbereitung, in Estland sollte es vermehrt darum gehen eine gute Ausgangslage für das Rückspiel zu schaffen und die Weichen in Richtung Weiterkommen zu stellen.

Das ist dem Team von Coach Adi Hütter (49) definitiv gelungen. Was neben viel Ballbesitz und Spielanteilen sicherlich noch fehlte war in vielen Fällen der entscheidende Zug zum Tor sowie die (logischerweise) nötige Spritzigkeit in den Schlussminuten. Dennoch war der Österreicher vorerst zufrieden.

"Wichtig ist, dass wir das erste Pflichtspiel verdient gewonnen haben. In Summe hatten wir mehr Spielanteile, wir haben uns eine gute Ausgangslage fürs Rückspiel erarbeitet. Durch individuelle Fehler haben wir uns das Leben schwergemacht. Ein paar Sachen haben mir sehr gut gefallen, ein paar Sachen weniger", so der 49-Jährige nach dem Abpfiff im Lilleküla Staadion.

Zuvor hatte Lucas Torró die Hessen mit einem sehenswerten Distanzschuss in Durchgang eins in Front gebracht, Mihkel Ainsalu glich kurz darauf eher überraschend aus. Joveljic entschied die Partie in der zweiten Halbzeit, kurz nach seiner Einwechslung, mit seinem ersten Ballkontakt zugunsten der SGE. Da fühlte sich der ein oder andere Eintracht-Fan sicherlich an seinen serbischen Landsmann Luka Jovic (21) erinnert, der vor allem in der vergangenen Saison zunächst wie am Fließband traf.

Was die Euphorie um sein neues Sturmjuwel anging, trat Hütter erwartungsgemäß auf die Bremse. "Mit dem jungen Burschen müssen wir jetzt aufpassen. Er kann Tore machen, deshalb haben wir ihn verpflichtet. Aber er braucht natürlich noch viel Zeit".

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