Professorin zum Tod von Student Warmbier: "Er hat gekriegt, was er verdient hat!"

Warmbier bei seiner Verurteilung in Nordkorea. Er sollte 15 Jahre in ein Arbeitslager gebracht werden.
Warmbier bei seiner Verurteilung in Nordkorea. Er sollte 15 Jahre in ein Arbeitslager gebracht werden.  © DPA

Delaware/USA - Er wurde in Nordkorea verhaftet, weil er angeblich ein Poster gestohlen hat. Der Oberste Gerichtshof verurteilte ihn zu 15 Jahren Straflager, US-Student Otto Warmbier starb jedoch bereits nach etwas mehr als einem Jahr an schweren Gehirnverletzungen.

Jetzt behauptet eine US-Professorin, dass Warmbier "gekriegt hat, was er verdient". Diese unglaubliche Aussage, die sie in einem inzwischen gelöschten Facebook-Beitrag postete, hat für eine 62-jährige Anthropologie-Professorin Konsequenzen.

In einem Auszug hieß es: „Er ging – warum zum Teufel auch immer – nach Nordkorea und benahm sich dort wie ein verwöhnter, naiver, arroganter College-Student, der nie Konsequenzen für seine Taten fürchten musste. Ich sah ihn beim Urteilsspruch heulen und dachte: ,Was hast du erwartet?‘“

Weiterhin scherte sie den Verstorbenen mit anderen "jungen, weißen, reichen, ahnungslosen Studenten" über einen Kamm. "Die kommen in meinen Unterricht und heulen rum, weil sie nicht gedacht hätten, dass man im Studium Texte lesen muss, um eine gute Note zu bekommen."

Ihre Hasstiraden dürfte die Professorin aber inzwischen ziemlich bereuen. Die Universität, bei der sie angestellt war, reagierte sofort auf den Post: „Solche Kommentare spiegeln in keiner Weise die Werte und Positionen der University Delaware wider. Die Anthropologie-Professorin wird in Zukunft nicht mehr an der Universität unterrichten.“

Bei der Beerdigung des US-Studenten kamen zahlreiche Menschen, um sich gebührend von dem 22-Jährigen zu verabschieden.
Bei der Beerdigung des US-Studenten kamen zahlreiche Menschen, um sich gebührend von dem 22-Jährigen zu verabschieden.  © DPA

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