Max Herre bei Dresdner Asyldemo

In Dresden hat eine Demonstration für Flüchtlinge und gegen das Vorgehen von Politik und Behörden beim Thema Asyl begonnen.

Begleitet von zahlreichen Polizisten versammelten sich nach ersten Schätzungen etwa 2000 Teilnehmer am Samstagnachmittag friedlich am Hauptbahnhof, um von dort aus durch die Stadt zu ziehen.

Unter dem Slogan "Es reicht! Schutz für Geflüchtete statt Verständnis für Rassisten" hatte das Bündnis Dresden Nazifrei dazu aufgerufen. Für die Demonstration gelten scharfe Auflagen.

Verboten sind Alkohol, Hunde mit Ausnahme von Blindenhunden, Waffen, Glasflaschen und Pyrotechnik. Es waren auch Demonstranten aus Leipzig, Berlin, Frankfurt und Jena erwartet worden.

Als die Demonstration in Richtung Innenstadt startete, wuchs die Teilnehmerzahl auf etwa 4000 Personen an.

Es wurde angekündigt, dass nach der Abschlusskundgebung am Bahnhof Neustadt die Teilnehmer nach Heidenau fahren und dort weiter demonstrieren wollen.

Update 17:30 Uhr: Bei der Abschlusskundgebung am Bahnhof Neustadt sind auch Max Herre und Chefket dabei. Sie treten gemeinsam auf dem Lauti-Wagen von Dresden Nazifrei auf. Ebenfalls einen kurzen Gig haben "Zugezogen Maskulin" gegeben.

Der Rapper Chefket und Max Herre bei der Demo von "Dresden Nazifrei".
Der Rapper Chefket und Max Herre bei der Demo von "Dresden Nazifrei".

Update Sonntag, 8.00 Uhr:

Die Versammlungen in Heidenau und Dresden verliefen friedlich, wie die Polizei mitteilt.

Von 14.00 Uhr bis 19.00 Uhr führte ein Aufzug mit ca. 5.000 Teilnehmern vom Dresdner Hauptbahnhof über die St. Petersburger Straße, Wilsdruffer Straße, Theaterplatz, Augustusbrücke, Carolabrücke und Albertplatz bis zum Bahnhof Dresdner Neustadt. Auf dem Pirnaischen Platz und dem Carolaplatz wurden dabei Zwischenkundgebungen durchgeführt.

Während dieser Demonstration wurden die Teilnehmer mehrfach aufgefordert, anschließend nach Heidenau zu fahren. 400 Teilnehmer folgen diesem Aufruf letztlich und trafen gegen 19.00 Uhr am Heidenauer Bahnhof ein, wo der Jenaer Pfarrer Lothar König einen Aufzug anmeldete. Dieser führte vom Bahnhof über die August-Bebel-Straße bis zur Flüchtlingsunterkunft an der S 172. Nach einer Zwischenkundgebung vor dieser, an der auch mehrere Flüchtlinge aus der Unterkunft teilnahmen, ging es über die Güterbahnhofstraße wieder zurück zum Bahnhof. Außer einem gezündeten Böller kam es dabei zu keinen Vorkommnissen.

Update 20:00 Uhr: Inzwischen sind etwa 300 Teilnehmer der Demo nach Heidenau gefahren, um dort vor dem Erstaufnahmelager zu demonstrieren. Die Polizei ist mit einem Großaufgebot vor Ort. Auch zwei Wasserwerfer sind wieder im Einsatz.

Vor dem Hauptbahnhof versammelten sich die Demonstranten.
Vor dem Hauptbahnhof versammelten sich die Demonstranten.

Fotos: Roland Halkasch


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