Demo gegen rechten Aufmarsch eskaliert

Die Polizei hatte sogar einen Wasserwerfer aufgefahren.
Die Polizei hatte sogar einen Wasserwerfer aufgefahren.

Von Andrzej Rydzik

Leipzig - Demolierte Polizeiwagen, angezündete Häuser und mehr als 130 Straftaten: Mal wieder ist eine Demonstration gegen einen rechten Aufmarsch eskaliert.

Diesmal spielten sich die Ausschreitungen in Markkleeberg ab, wo die rechte Initiative „Offensive für Deutschland“ mit etwa 50 Anhängern auf die Straße zog. Sonnabendnachmittag gegen 16.30 Uhr begann in Markkleeberg die Gegendemonstration mit rund 450 Teilnehmern.

Kaum eine Stunde später flogen die ersten Steine auf die Einsatzwagen der Polizei, die sogar einen Wasserwerfer aufgefahren hatte. Fünf Polizeiautos wurden durch die Steinwürfe beschädigt - eines davon war nicht mehr fahrbereit.

Außerdem brannten wenig später ein leer stehendes Haus und eine Baracke in unmittelbarer Nähe der Kundgebung des „Aktionsbündnisses Markkleeberg“. Polizeisprecherin Birgit Höhn: „Die Feuerwehr konnte das Feuer in der Hohe Straße rasch löschen, geht von Brandstiftung aus.“

Insgesamt zählte die Polizei bei dem Geschehen 134 Straftaten. Gegen 19 Uhr löste sich schließlich die von Ex-LEGIDA-Chef Silvio Rösler initiierte OfD-Kundgebung auf.

Fotos: dpa


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