Blockaden gegen Demo der Identitären Bewegung

Eine Gegendemonstrantin mit ihrer Botschaft an die Teilnehmer der Identitären-Bewegung-Demo.
Eine Gegendemonstrantin mit ihrer Botschaft an die Teilnehmer der Identitären-Bewegung-Demo.  © DPA

Berlin – Rund 1400 Menschen haben am Samstag in Berlin gegen eine Demonstration der rechtsradikalen "Identitären Bewegung" protestiert. Mehrere linke Gruppen und Initiativen hatten dazu aufgerufen, es gab an verschiedenen Orten Treffpunkte. Zeitweise blockierten Teilnehmer die Rechten. Die Polizei schritt mit einem Großaufgebot ein und löste die Sitzblockade nach und nach auf.

Mehrere Menschen wurden festgenommen, wie ein Polizeisprecher sagte. Zahlen sollten am Sonntag bekanntgegeben werden. Am späteren Nachmittag erklärten die "Identitären" die Demonstration laut Polizei von sich aus für beendet.

Bei der Gegendemonstration hielten Teilnehmer ein Banner in Händen, auf dem "Solidarität statt rechter Hetze" stand. Auf einem anderen Transparent hieß es: "Identitären den Sommer verhageln". Eine ältere Frau hielt einen Zettel hoch mit dem Schriftzug "Kein Bleiberecht für Nazis & Rassisten".

Die "Identitäre Bewegung" hatte für die Strecke vom Bahnhof Gesundbrunnen zum Hauptbahnhof 1000 Menschen angemeldet, die Polizei sprach von mehreren Hundert Teilnehmern. Sie trugen einheitlich gelb-schwarze Fahnen mit dem Logo der Bewegung. Auf einem größeren Banner stand lediglich "Zukunft für Europa".

Die Gruppierung, die vom Verfassungsschutz beobachtet wird, hatte mehrfach mit medienwirksamen Aktionen für Aufsehen gesorgt. Im vergangenen Mai versuchten rund 50 Anhänger, sich Zutritt zum Bundesjustizministerium zu verschaffen. Sie protestierten gegen den Gesetzentwurf von Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) gegen Hass und Hetze im Internet.

Die "Identitäre Bewegung" wendet sich gegen eine "Überfremdung" durch Einwanderer. Im vergangenen August besetzte die Gruppe kurzzeitig das Brandenburger Tor.

Mehrere hundert Menschen kamen am Sonnabend auf die Demo der "Identitären Bewegung"
Mehrere hundert Menschen kamen am Sonnabend auf die Demo der "Identitären Bewegung"  © DPA

Auch Pegida-Chef Lutz Bachmann war dabei


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