Leipziger Kurden demonstrieren gegen Angriffe der Türkei auf Nord-Syrien

Die Demonstranten zeigten unter anderem Bilder der Todesopfer, die durch die Truppen Erdogans starben.
Die Demonstranten zeigten unter anderem Bilder der Todesopfer, die durch die Truppen Erdogans starben.  © Birthe Kleemann

Leipzig - Bei einer Demonstration in Neustadt-Neuschönefeld drückten am Samstagnachmittag die Leipziger ihren Missmut über die Zustände in Syrien aus.

Um 15 Uhr versammelten sich vorwiegend syrische Landsleute am Rabet nahe der Eisenbahnstraße. Von den angekündigten 500 Demonstrationsteilnehmern erschienen jedoch nur zirka einhundert.

Die Teilnehmer, unter denen auch viele Kinder waren, protestierten gegen die Angriffe der Türkei auf Afrin im Nordwesten Syriens. "Der Krieg ist damit nun auch Alltag in Afrin, nachdem es jahrelang durch die kurdischen Verteidigungskräfte vor Krieg geschützt wurde und hunderttausenden Syrern aus anderen Regionen des Landes Schutz bot", so die Veranstalter.

Es ist bereits die vierte Demonstration dieser Art. Organisiert wird sie von einem kurdischen Verein, der sich regelmäßig auf der Eisenbahnstraße trifft.

Um die Demonstration abzusichern, waren zirka zehn Polizisten anwesend. "Diese Demonstration ist immer total friedlich", so ein Mitarbeiter des Ordnungsamts. Die Veranstalter wollen so lange demonstrieren, bis die türkischen Truppen aus Afrin abgezogen sind.

Die Veranstalter: "Die türkische Armee nutzt weiterhin bei ihrem Krieg deutsche Kriegswaffen. Wir rufen auf zur Solidarität mit der Bevölkerung in Afrin und Rojava! Stoppt die Waffenlieferungen an die Türkei! Stoppt den Krieg der Türkei!"

Der Zug läuft vom Rabet über die Eisenbahnstraße zur Brandenburger Brücke, dem Augustusplatz und dann durch die Innenstadt.

Unter den Demonstrationsteilnehmern waren auch viele Kinder.
Unter den Demonstrationsteilnehmern waren auch viele Kinder.  © Birthe Kleemann

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