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"Die Effekte von Zuwanderung werden maßlos überschätzt"

Dresden - Die Vorhersagen sind verheerend, doch Volkswirtschaftsprofessor Thomas Straubhaar (58) hält sämtlichen Schreckensprognosen entgegen.
Ökonom und Migrationsforscher: Thomas Straubhaar (58).
Ökonom und Migrationsforscher: Thomas Straubhaar (58).

Von Thomas Schmitt

Dresden - Die Vorhersagen sind verheerend: Deutschland gehen die Erwerbstätigen aus - bis 2030 fehlen laut Prognos-Institut 3,5 Millionen Arbeitskräfte, die Boston Consulting Group hat eine Lücke von 5,8 bis 7,7 Millionen Berufstätigen ausgemacht.

In seinem Buch „Der Untergang ist abgesagt“, hält Volkswirtschaftsprofessor Thomas Straubhaar (58) sämtlichen Schreckensprognosen entgegen. MOPO24-Redakteur Thomas Schmitt hat mit dem Ökonom über fehlende Fachkräfte, die alternde Gesellschaft und Chancen und Risiken der Zuwanderung gesprochen.

MOPO24: Warum müssen wir uns - angesichts der demografischen Entwicklung - so große Sorgen um unseren Wohlstand machen?

Zu wenige Fachkräfte? Digitalisierung und technologischer Fortschritt werden zahlreiche Jobs in Zukunft überflüssig machen.
Zu wenige Fachkräfte? Digitalisierung und technologischer Fortschritt werden zahlreiche Jobs in Zukunft überflüssig machen.

Thomas Straubhaar: Ich zweifle vehement an, dass wir im Jahr 2030 einen Fachkräftemangel in dieser Höhe haben werden - und zwar aus mindestens zwei ganz gewichtigen Gründen: Erstens weil wir heute schon sechs Millionen ungenutzte Potenziale haben in Deutschland, die wir jederzeit heben könnten.

Sie finden sich bei Frauen, bei Älteren und bei Menschen mit Migrationshintergrund. Und zweitens weil es einen arbeitssparenden technologischen Fortschritt geben wird durch die Digitalisierung.

Die Wirtschaft wird viele Leute auch mit Fachqualifikation nicht mehr benötigen. Deshalb sind die Prognosen des Mangels reine Spekulationen und Horror-Szenarien, denen sehr oft die realistische Grundlage komplett fehlt.

Deutschland altert: Deshalb weckt der demografische Wandel bei vielen Ängste und Vorurteile.
Deutschland altert: Deshalb weckt der demografische Wandel bei vielen Ängste und Vorurteile.

MOPO24: Wie groß ist die Gefahr, dass Deutschland zum einen schrumpft, zum anderen vergreist - und mit welchen Folgen?

Thomas Straubhaar: Die Schrumpfung würde ich infrage stellen - zumindest in absehbarer Frist.

Die Zuwanderungsbewegungen, insbesondere die starke Flüchtlingswanderung, haben im Prinzip alle Prognosen über schrumpfende Bevölkerungen für die nächsten Jahre obsolet werden lassen.

Deutschlands Bevölkerung wird über längere Zeit noch eher wachsen als schrumpfen. Die Alterung wird kommen, weil wir glücklicherweise immer länger leben. Aber eben auch länger gesünder leben. Daher wird die Alterung fälschlicherweise, was ich als Versündigung halte, einseitig als Schrecken und als Gefahr bezeichnet.

Die viel wichtigere Frage ist, wie reagiert die Politik. Wenn die Politik die Weichen falsch stellt, dann kann es natürlich ein Problem werden.

Professor Straubhaar im Gespräch mit MOPO24-Redakteur Thomas Schmitt: „Deutschland ist besser gerüstet für die Zukunft, als von vielen Pessimisten befürchtet.“
Professor Straubhaar im Gespräch mit MOPO24-Redakteur Thomas Schmitt: „Deutschland ist besser gerüstet für die Zukunft, als von vielen Pessimisten befürchtet.“

MOPO24: Was ist also zu tun?

Thomas Straubhaar: Länger arbeiten! Das aber will die Politik nicht einfordern, was damit zu tun hat, dass die große Koalition der zunehmenden Masse der Älteren gefallen will, und es für sie einfacher ist, Renten zu erhöhen und das Renteneintrittsalter abzusenken.

Wenn wir aber entsprechend der längeren Lebenserwartung auch länger arbeiten, wird die demografische Alterung keine unlösbaren Probleme verursachen.

MOPO24: Wie groß wird die Gefahr einer Diktatur der Alten?

Thomas Straubhaar: Das ist aus meiner Sicht die drängendste Herausforderung. Auf Grund des demografischen Wandels wird die Wählerschaft immer älter, und damit neigt die Politik dazu, den Interessen der älteren Gesellschaft größeres Gewicht beizumessen als den Jüngeren. Und dann wird eben nicht mehr in Kindergärten und in Bildung investiert, sondern dann werden Pflegeheime gebaut und die Renten erhöht.

Flüchtlinge im Lager Idomeni: Zuwanderer werden Deutschlands Gesellschaft farbiger und vielfältiger machen.
Flüchtlinge im Lager Idomeni: Zuwanderer werden Deutschlands Gesellschaft farbiger und vielfältiger machen.

MOPO24: Wie können uns da Zuwanderer und Flüchtlinge helfen?

Thomas Straubhaar: Interessanterweise spielt das aus gesamtwirtschaftlicher Sicht gar nicht mal so eine Rolle, weil in beide Richtungen die Effekte der Zuwanderung maßlos überschätzt werden.

Weder ist Zuwanderung die Lösung noch die Ursache aller Probleme, die wir struktureller Art haben. Weder kann Zuwanderung die Lücken füllen, die wir bei bestimmten Berufen haben, noch ist Deutschland auf eine Massenzuwanderung angewiesen, um die Probleme der Alterung zu korrigieren.

Aber Zuwanderung ist auch nicht verantwortlich für die Probleme, die wir bei Bildung oder beim Sozialstaat haben, um die Renten in Zukunft sicher finanzieren zu können.

Die Geburtenraten sind gering, die Lebenserwartung steigt: Droht Kindern künftig eine Diktatur der Alten?
Die Geburtenraten sind gering, die Lebenserwartung steigt: Droht Kindern künftig eine Diktatur der Alten?

MOPO24: An was ist die Migration schuld?

Thomas Straubhaar: Vor- und Nachteile von Zuwanderung werden überschätzt. Eine meiner wichtigsten Botschaften lautet: Wir sollten Zuwanderung nicht instrumentalisieren.

Weder sollten wir sagen, wir brauchen eine Massenzuwanderung, um unsere Problem zu lösen, noch sollten wir sagen, die Massenzuwanderung und die Flüchtlinge sind schuld an allem, was in Deutschland schief läuft. Das ist beides komplett überzogen.

MOPO24: Warum hegen vor diesem Hintergrund manche die Angst, dass sich Deutschland abschafft?

Thomas Straubhaar: Ich glaube nicht, dass Deutschland sich abschaffen wird. Das ist ein Hirngespinst. Was ganz sicher richtig ist: Deutschland wird sich verändern. Und da ist die Komponente der Zuwanderung nur eine von vielen anderen, die Deutschland verändern werden.

Die Menschen leben anders. Die alten Familienformen brechen auseinander. Die Spreizung von Jung und Alt wird größer. Völlig richtig ist, dass sich die deutsche Gesellschaft anpassen muss, so oder so und auch unabhängig von Zuwanderung.

Thomas Straubhaar (58) war bis Ende August 2014 Direktor des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts (HWWI).
Thomas Straubhaar (58) war bis Ende August 2014 Direktor des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts (HWWI).

MOPO24: Erklärt das auch das hiesige Phänomen von PEGIDA?

Thomas Straubhaar: Diese Ängste von PEGIDA verblüffen einen Außenstehenden, weil ja gerade in einer Stadt wie Dresden unglaublich wenig Menschen mit Migrationshintergrund leben. Das heißt, PEGIDA muss andere Wurzeln haben als die Angst vor Überfremdung.

Denn diese Überfremdung gibt’s ja hier in Ostdeutschland nicht. Deshalb ist es mehr die Angst vor Veränderung. Es ist mehr, dass viele Menschen sich vor der Komplexität der Veränderungen unsicher fühlen und dann nach einfachen Lösungen suchen. Und da muss die Politik offensiv mit umgehen und eben klar machen, dass das Grundgesetz unsere Leitkultur ist und das darf nicht zur Disposition stehen - das Grundgesetz ist unantastbar, unteilbar und für alle gültig.

MOPO24: Müssen wir denn ein Ausfransen der Massengesellschaft befürchten?

Thomas Straubhaar: Meine ökonomische Analyse führt dazu, dass ich auch unabhängig von einer Flüchtlingszuwanderung eine Ausfransung sehe und mit dieser Ausfransung auch das Ende der Volksparteien erwarte.

Früher gab es relativ klar abgrenzbare Themen, die für alle mehr oder weniger die gleiche Bedeutung hatten. Aber heute sind Verhaltensweisen von Jung und Alt, Singles und Patchwork-Familien, Hilfskräften und Managern so heterogen, dass es keine große Gesamtheit mehr gibt.

Also schwimmt auch die Politik irgendwo mehr oder weniger richtungslos hin und her. Deshalb wird es schwieriger, einen gemeinsamen Nenner zu finden für Parteien und Politik.

Fotos: imago, colourbox, Eric Münch

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