Polizei konnte Schlimmeres verhindern: Zahlreiche Vorfälle bei Rechten-Demos

Ein Polizist geht während der Demo in Halle (Saale) mit seinem Schlagstock gegen einen linken Demonstranten vor.
Ein Polizist geht während der Demo in Halle (Saale) mit seinem Schlagstock gegen einen linken Demonstranten vor.  © DPA

Halle (Saale) - Mehrere Tausend Menschen haben sich am 1. Mai in Halle (Saale) einem geplanten Aufmarsch von Rechtsextremisten entgegen gestellt.

In drei Demonstrationen zogen sie von der Innenstadt zum Hauptbahnhof, um den Marsch der Rechtsextremisten in den Süden der Stadt in Sachsen-Anhalt zu blockieren.

Initiator war die überparteiliche Initiative "Halle gegen Rechts - Bündnis für Zivilcourage" (TAG24 berichtete). Ihr gehören rund 100 Mitstreiter und 30 Organisationen an. Teil der Proteste war auch die Mai-Kundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB).

Laut Polizei waren etwa 500 Rechtsextremisten nach Halle gekommen. Die Partei "Die Rechte" hatte bundesweit für eine Demonstration in Halle mobil gemacht.

Statt des Aufzugs gab es nur eine kurze Kundgebung unter massivem Polizeischutz am Bahnhof.

Teilnehmer einer Kundgebung protestieren gegen einen geplanten Aufmarsch der rechten Szene in Halle (Saale) in der Innenstadt.
Teilnehmer einer Kundgebung protestieren gegen einen geplanten Aufmarsch der rechten Szene in Halle (Saale) in der Innenstadt.  © DPA

Nach Angaben der Polizei gab es vereinzelte Auseinandersetzungen zwischen Gegendemonstranten und der Polizei.

Dabei wurden auch Flaschen geworfen und Pyrotechnik gezündet. Die Polizei setzte Pfefferspray und Schlagstöcke ein. Fünf Polizisten wurden verletzt. Auch bei den Demonstranten gab es Verletzte. Genaue Zahlen lagen nicht vor.

In Thüringen ist allerdings laut Polizei eine Gruppe von etwa 100 bis 150 Demonstranten aus der rechten Szene auf der Rückreise mit der Bahn in Apolda ausgestiegen.

Beamte wurden mit Steinen und bengalischem Feuerwerk angegriffen worden.

Etwa 100 Menschen seien am Montagnachmittag vorläufig festgenommen worden, sagte eine Sprecherin der Polizeiinspektion in Gera.

Teilnehmer einer Demonstration gegen einen geplanten Aufmarsch der rechten Szene haben am Straßenbarrikaden mit Mülltonnen und Einkaufswagen errichtet.
Teilnehmer einer Demonstration gegen einen geplanten Aufmarsch der rechten Szene haben am Straßenbarrikaden mit Mülltonnen und Einkaufswagen errichtet.  © DPA

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