Leipziger Aktivisten fordern weitere Aufklärung im NSU-Prozess

Leipzig - Das Aktionsnetzwerk "Leipzig nimmt Platz" demonstriert am Mittwoch gegen das Ende des NSU-Prozesses und fordert die weitere Aufklärung der Verbrechen der Terrorzelle.

Beate Zschäpe im Gerichtssaal des Oberlandesgericht mit ihren Anwälten Hermann Borchert (l.) und Mathias Grasel (r.).
Beate Zschäpe im Gerichtssaal des Oberlandesgericht mit ihren Anwälten Hermann Borchert (l.) und Mathias Grasel (r.).  © DPA

Gemeinsam mit der Initiative "Kein Schlussstrich" plant die Organisation Kundgebungen und Demonstrationen in Leipzig und Halle (Saale).

An diesem Mittwoch werden sich im NSU-Prozess ein letztes Mal alle Augen auf Beate Zschäpe richten. Nach mehr als fünf Jahren wird das Münchner Oberlandesgericht das Urteil verkünden.

Die Richter wollen einen juristischen Schlussstrich ziehen unter die Aufarbeitung einer fast durchweg rassistisch motivierten Mord- und Anschlagsserie, die die Republik erschütterte, laut Anklage verübt von einer jahrelang unbehelligt im Untergrund lebenden Neonazi-Zelle: Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe.

Zum Ende des Prozesses schreibt "Leipzig nimmt Platz": "Am 11.Juli raus auf die Straße - Das Urteil im NSU-Prozess darf kein Schlussstrich sein! Die Aufarbeitung muss weiter gehen." Um 13 Uhr findet auf der Wiese vor Hugendubel in der Petersstraße eine Kundgebung statt, um 21 Uhr eine Demo auf dem Marktplatz in Halle (Saale).

Die Teilnehmer reisen um 19.45 Uhr gemeinsam von Gleis 2 im Leipziger Hauptbahnhof ab.


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