Den eigenen Pool am besten im Winterhalbjahr planen?

Deutschland – In über 500.000 Gärten stehen Außenpools, hinzu kommen über 130.000 rein privat genutzte Hallenbäder und knapp 100.000 Aufstellbecken – so sah die private Schwimmbadstatistik bis dato aus.

Zu dieser großen Summe kamen dann noch günstige Planschbecken für den Nachwuchs, die zwar meist nur eine Saison hielten, dafür aber günstig zu kaufen und schnell zu errichten waren.

Ein privater Pool im Garten, bereitet Jung und Alt Freude. Material, Bauart und Zubehör entscheiden letztlich darüber, ob und wo sich ein günstiger Pool kaufen lässt.
Ein privater Pool im Garten, bereitet Jung und Alt Freude. Material, Bauart und Zubehör entscheiden letztlich darüber, ob und wo sich ein günstiger Pool kaufen lässt.  © pixabay.com/photogrammer7

In diesem Jahr könnten noch einige Pools in den deutschen Gärten hinzugekommen sein, denn: Durch die Corona-Pandemie stornierten viele ihre Urlaube, mieden Seen und Freibäder, die ohnehin zugangsbeschränkt waren und investieren in einen eigenen Pool.

Wer bis dato noch nicht auf den Trend aufgesprungen ist, hat nun über Herbst und Winter Zeit, um zu planen.

Was kostet es eigentlich, einen Pool in den Garten zu bauen?

In einen eigenen Gartenpool kann horrend viel Geld investiert werden; es gibt aber auch Möglichkeiten, um einen Pool günstig zu kaufen.

Do-it-yourself ist dabei angesagt, was bedeutet: In gut ausgestatteten Baumärkten, wie Toom, Obi & Co. gibt es sowohl online als auch in den Märkten vor Ort viele Möglichkeiten, einen Pool günstig zu erwerben. Ein Tipp: Ortsunabhängig beispielsweise auf toom.de den passenden Pool mit Zubehör kaufen. Was dieser kostet, ist letztlich abhängig von:

  • Material des Pools. Je robuster, langlebiger und hochwertiger das Material ist, desto teurer wird auch die Anschaffung des Gartenpools. Ein Planschbecken für Kinder ist die günstigste Variante, ein Aufstellpool ohne Verschalung ist kostentechnisch ebenfalls überschaubar. Aufstellpools mit Wänden aus Stahl oder Holz sind materialtechnisch die teuerste Option.

  • Bauart des Pools. Grundsätzlich ist ein Aufstellpool die günstigere Variante als ein Pool, der in den Boden eingelassen wird. Der Grund dafür liegt im Material einerseits, denn Einbaupools müssen robuster sein als Aufstellpools. Darüber hinaus kostet der Aushub, um den Pool in den Boden einzulassen, per se bereits Geld, dass sich Heimwerker beim Aufstellen eines Pools sparen könnten.
  • Zubehör des Pools. Auch das Poolzubehör schlägt sich direkt auf die Kosten nieder, was bedeutet: Eine Filteranlage macht Sinn in jedem festen Pool, damit das Wasser lange Zeit rein bleibt, kostet aber auch Geld. Der Kartuschenfilter gilt als praktisches Komplettsystem im Schwimmbecken, die Sandfilteranlage ist hingegen in Aufstellpools eher üblich. Im Planschbecken braucht es hingegen keine Filteranlage, da die geringe Wassermenge regelmäßig getauscht werden kann. Eine Abdeckung schützt das Poolwasser vor Verschmutzung und Kinder vor dem Ertrinken.
Ein Planschbecken hält im besten Fall für eine Saison, gehört aber de facto zu den günstigsten Pools, die es zu kaufen gibt.
Ein Planschbecken hält im besten Fall für eine Saison, gehört aber de facto zu den günstigsten Pools, die es zu kaufen gibt.  © pixabay.com/LightStalker

Wie finde ich den perfekten Gartenpool?

Um den „perfekten“ Gartenpool zu finden, der für Schwimmspaß in eigenen Garten sorgt, muss zunächst einmal geklärt werden, welcher Pool am besten in den Garten passt.

Dazu gilt es über die Bauweise im ersten Schritt und im zweiten Schritt über die Größe des Pools zu entscheiden. Diese Bauvarianten sind aktuell gängig:

  • Aufstellpools und Stahlwandpools haben einen gemeinsamen Nenner: Das Poolbecken wird in der Regel nicht im Boden versenkt, sondern diese Gartenpools werden aufgestellt.

Was sie vom Planschbecken unterscheidet, ist in der Regel der Untergrund. Während das Planschbecken auf den Rasen gesetzt wird, erhalten Aufstellpools und Einbaupools meist ein Fundament, damit der Gartenpool gut steht. Aufstellpools und Einbaupools sind also nicht für eine Saison gemacht, sondern sollten im besten Fall länger halten.

Ein Aufstellpool, der die Größe eines Kinder-Planschbeckens übersteigt, kostet mindestens 500 Euro. Dieser Pool lässt sich günstig beim Discounter oder im Baumarkt kaufen. Einen Stahlwandpool gibt es nicht unter 1000 Euro, schließlich ist die Verstrebung aus massivem Stahl.

  • Besonders ansehnlich sind Holzpools im Garten – vor allem auch dann, wenn Holz ohnehin zum Materialmix im Garten gehört. Allerdings gibt es einen Holzpool nur selten unter 2000 Euro im Handel. Zudem müssen Holzpool-Besitzer sich darüber im Klaren sein, dass ein Holzpool Pflege braucht. Vor allem Holz, das im Außenbereich verwendet wird und in Poolform auch noch hoher Feuchtigkeit ausgesetzt ist, muss regelmäßig gepflegt, eingelassen und lackiert werden.
  • Einbaupools sind aus zweierlei Gründen teurer: Zum einen wird der Einbaupool in ein Loch im Garten eingebaut. Allein der Aushub kostet dann bereits Geld. Zudem muss das Material so sein, dass es für das Erdreich gemacht ist. Oft werden auch Stahlwandpools in den Boden eingelassen, so dass sie grundsätzlich auf Aufstellpool und als Einbaupool in Frage kommen. Häufig werden Einbaupools mit einem Dach ausgestattet, das das Wasser vor Verschmutzung schützt. Diese Konstruktion sieht man vor allem dort, wo der Einbaupool die Größe eines kleinen Schwimmbeckens hat. Einbaupools kosten aus den genannten Gründen meist mehrere tausend Euro.

Welche Größe ist für den Swimming-Pool im Garten optimal?

Die Größe des Gartens und der gewünschte Nutzen sind entscheidende Größe, wenn es um die Größe des Gartenpools geht. Wer den Pool nur zum Entspannen nutzen möchte, ist mit einem runden Modell gut beraten.

Eine rechteckige Form ist gut geeignet, um als Schwimmbecken genutzt zu werden. Darüber hinaus helfen diese Richtwerte bei der Planung des Gartenpools:

  • Eine Person braucht 2,5 Meter Platz im Pool, wenn sie dort schwimmen möchte. Vier bis fünf Meter sind die Mindestbreite, wenn zwei Schwimmer gleichzeitig trainieren möchten.
  • In der Länge liegen Schwimmbecken für den Garten meist bei einer Standardgröße von acht Metern. Wer das Schwimmbecken zum Trainieren nutzen möchte, sollte die Länge so groß dimensionieren, wie der Garten es hergibt.
  • Eineinhalb Meter Tiefe sind das Mindestmaß für einen Pool, in dem geschwommen wird.

Die Größe des Pools bestimmt auch, wie viel Wasser später in den Pool laufen muss. Unter blitzrechner.de lässt sich die Wassermenge für runde, ovale, quadratische und eckige Pools berechnen.

Worauf sollte man beim Aufstellen von Pools im Garten achten?

Ein Gartenpool bereitet seinen Besitzern nur dann Freude, wenn die Gestaltung stimmig ist. Wirkt der Gartenpool wie ein Fremdkörper im Außenbereich, wird er eher ungern genutzt. Eine schöne Einfassung mit Holz, Steinen oder einer Terrasse zum Sonnen, macht das Urlaubsfeeling im eigenen Garten perfekt.

Zudem gilt, dass vor der Wahl der Bauart geprüft werden muss, inwiefern es überhaupt möglich ist, einen Einbaupool zu setzen. Das hängt mitunter auch vom Grundwasserspiegel im Ort ab. Eine kleine Orientierungshilfe bietet hier das Haus: War es bereits beim Hausbau horrend teuer oder gar unmöglich, einen Keller zu errichten, ist ein Aufstellpool die günstigere Art, einen Pool zu errichten.

Titelfoto: pixabay.com © photogrammer7