Pranger-Schild auf der Kesselsdorfer: Nächster Schild-Bürger will lieber Rosen pflanzen

Dresden - Neues vom Aufreger-Schild an der Kesselsdorfer Straße: Jetzt wurden Namen und Telefonnummern der darauf benannten Amts-Mitarbeiter geschwärzt. Von wem, ist nicht bekannt.

Auf dem "Amts-Pranger" an der Kesselsdorfer Straße sind keine Namen von Mitarbeitern der Denkmalschutzbehörde mehr zu lesen. Auch deren Telefonnummern wurden geschwärzt.
Auf dem "Amts-Pranger" an der Kesselsdorfer Straße sind keine Namen von Mitarbeitern der Denkmalschutzbehörde mehr zu lesen. Auch deren Telefonnummern wurden geschwärzt.  © Thomas Türpe

Und: Seit wenigen Tagen kam noch ein neues Schild dazu. Darauf steht: "Ich könnte an dieser Stelle Rosen pflanzen", darunter eine Handy-Nummer.

Angebracht hat es ein (nach eigenen Angaben) gebürtiger Dresdner (48), der lieber anonym bleiben will. "Ich finde das Pranger-Schild destruktiv", erklärt er.

Auf dem Grundstück müsse außerdem nicht unbedingt ein Neubau entstehen, "man kann ja auch was Schönes machen".

Auf dem Grundstück war früher ein Steinmetz ansässig. Inzwischen herrscht dort Wildwuchs. Grundstückseigentümer Milan Vorhand (70) wollte ursprünglich ein Ärztehaus errichten.

Die Denkmalschutzbehörde machte ihm jedoch einen Strich durch die Rechnung. Der österreichische Großinvestor revanchierte sich auf seine Art, veröffentlichte auf dem Schild Namen und Telefonnummer zweier Amts-Mitarbeiter (TAG24 berichtete).

Im Rathaus will man zu dem Fall gar nichts mehr sagen. Eine Sprecherin: "Wegen der anhängigen Rechtsstreitigkeiten."

Mehr zum Thema Dresden Lokal:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0