"Der Auf-Schneider": Neues Doku-Drama beleuchtet Aufstieg und Fall des Jürgen Schneider

Leipzig - Ein neues Doku-Drama des MDR beschäftigt sich mit dem Aufstieg und Fall des Immobilienspekulanten Jürgen Schneider. Dem Sender zufolge rollt es die Geschichte um Deutschlands größten Baulöwen und Betrüger neu auf.

Reiner Schöne als Jürgen Schneider in einer Szene aus "Der Auf-Schneider".
Reiner Schöne als Jürgen Schneider in einer Szene aus "Der Auf-Schneider".  © DPA

Schneider löste mit seiner Flucht aus Deutschland 1994 eine der größten Immobilienpleiten der Nachkriegszeit aus und hinterließ bei gut 50 Banken mehr als fünf Milliarden Mark Schulden. Auch viele Handwerksfirmen waren davon betroffen, vor allem in Ostdeutschland. Allein in Leipzig hatte Schneider über 70 Gebäude aufgekauft.

Das Erste zeigt das Doku-Drama "Der Auf-Schneider" am Montag, 15. Oktober, um 20.15 Uhr.

Der Film erzählt, wie Schneider mit Hilfe der Banken zu seinem Immobilienimperium kam. Die Spielszenen konzentrieren sich auf das Ehepaar Schneider (Reiner Schöne als Jürgen Schneider, Gesine Cukrowski als Claudia Schneider), während sie sich vor Gläubigern und Polizei in den USA versteckt halten.

Stück für Stück werden Vorgeschichte und Folgen der Immobilienpleite enthüllt. Dabei beleuchtet das Doku-Drama laut MDR die Perspektive der Schneiders sowie die der Banken, der Ermittler, der Leipziger Handwerker und der Medien.